Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Syrphidae
Wenn du im Frühjahr durch deinen Garten gehst, fällt dir vielleicht diese unscheinbare, eher dunkle Schwebfliege auf. Cheilosia frontalis gehört zur Familie der Syrphidae. Diese Fliegen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Luft wie kleine Hubschrauber auf der Stelle stehen können – eine Flugtechnik, die ihnen den deutschen Namen Schwebfliege eingebracht hat. Im Gegensatz zu vielen ihrer Verwandten ist diese Art nicht auffällig gelb-schwarz gestreift, sondern eher einfarbig dunkel bis schwarz gefärbt. Sie ist ein wichtiger Bestäuber, der sich meist auf bodennahen Blüten aufhält.
Der Lebenszyklus von Cheilosia frontalis ist eng an die Vegetationsperiode angepasst. Als erwachsenes Tier (Imago) triffst du sie vor allem im Frühjahr an, wenn sie auf der Suche nach Nektar und Pollen von den ersten Blütenpflanzen ist. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier an geeigneten Wirtspflanzen ab. Die Larven durchlaufen ihre Entwicklung innerhalb der Pflanzenteile und verpuppen sich dort, um den Winter oft in einem Ruhestadium zu verbringen, bevor der Kreislauf im darauffolgenden Jahr von neuem beginnt.
Als Biologe kann ich dir versichern, dass diese Schwebfliege völlig harmlos ist. Sie besitzt keinen Stachel und kann auch nicht beißen. Da die Larven in spezifischen Pflanzenstängeln leben, ist es für deinen Garten von Vorteil, wenn du abgestorbene Pflanzenstängel im Herbst nicht sofort bodennah abschneidest, sondern sie bis zum Frühjahr stehen lässt. So bietest du ihnen einen sicheren Überwinterungsplatz.
Körper
Körpergröße
mittel
Ernährung & Verhalten
Larven
phytophag
Die Gattung Cheilosia ist innerhalb der Schwebfliegen eine Besonderheit, da die Larven dieser Tiere fast ausnahmslos eine phytophage Lebensweise pflegen. Das bedeutet, sie ernähren sich von pflanzlichem Gewebe, meist in den Stängeln oder Wurzeln von Korbblütlern. Mit einer mittleren Körpergröße ist sie ein unauffälliger, aber beständiger Teil der heimischen Insektenwelt. Bestimmungsmerkmale sind neben der dunklen Färbung die meist behaarten Augen, was du allerdings nur mit einer starken Lupe zweifelsfrei erkennen kannst.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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