Bild folgtKI-generierte IllustrationEchinops sphaerocephalus
Auch bekannt als: Bienen-Kugeldistel, Drüsenblättrige Kugeldistel
12
Arten
interagieren
110
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt die Drüsige Kugeldistel (Echinops sphaerocephalus) durch ihre markanten, silbrig-weißen Blütenkugeln auf, die perfekt geformt über dem graugrünen Laub schweben. Mit ihrer stattlichen Wuchshöhe ist sie ein wichtiger Bestandteil für den Naturgarten, da sie genau dann blüht, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Da keine spezifischen Tierbeziehungen in den Daten vorliegen, schätzen Gärtner sie vor allem als verlässliche Nektarquelle im Hochsommer für die allgemeine Insektenwelt. Die Drüsige Kugeldistel ist zudem ein spannendes Beispiel für einen Neophyten (Pflanzenart, die nach 1492 eingeführt wurde), der sich fest in unserer Flora etabliert hat. Du machst mit dieser Pflanze alles richtig, wenn du Struktur und eine späte Blütezeit kombinieren möchtest.
Skulpturale 1.02 m hohe Blütenkugeln: Ein Magnet für den Hochsommer.
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In der ökologischen Gartenplanung spielt diese Distel eine zentrale Rolle als Spätblüher im Juli und August. Ihre Blütenform ermöglicht es einer Vielzahl von Insekten, leicht an Nektar und Pollen zu gelangen, wenn andere Quellen bereits versiegen. Die produzierten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) haben ein Gewicht von 15.6911 mg, was sie zu schweren Samen macht. Diese fallen entweder in direkter Nähe ab (Kurzdistanz-Ausbreitung) oder werden durch vorbeistreifende Tiere im Fell transportiert. Im Winter dienen die stehengelassenen Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel, die die energiereichen Samen aus den Köpfen picken. Mangels spezifischer Datenbankeinträge zu Insektenarten gilt sie allgemein als wertvolle Unterstützung für die lokale Biodiversität im Hochsommer.
Die Drüsige Kugeldistel ist als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den wehrhaften, stacheligen Blättern und den harten Blütenköpfen, die bei unvorsichtiger Berührung zu mechanischen Reizungen oder kleinen Stichverletzungen führen können. In Haushalten mit kleinen Kindern ist daher ein Standort im hinteren Bereich des Beetes ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.019 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz in der vollen Sonne (Ellenberg Lichtwert 8), idealerweise mit mindestens 6 Stunden direktem Licht.
Boden: Der Boden sollte kalkhaltig oder basisch (Reaktion 7) und nährstoffreich sein.
Feuchtigkeit: Die Pflanze bevorzugt frische bis mäßig feuchte Standorte (Feuchtewert 4), kommt aber an sonnigen Plätzen gut mit vorübergehender Trockenheit zurecht.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen entweder im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Platzbedarf: Berücksichtige bei der Pflanzung die Endhöhe von 1.02 m; sie benötigt ausreichend Raum zur Entfaltung.
Pflege: Da sie ein Mittelzehrer ist, fördert eine Gabe Kompost im Frühjahr die Blütenbildung.
Winter: Lass die verblühten Köpfe über den Winter stehen; sie bieten Struktur und Schutz.
Pflanzpartner: Die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden stellt und das Blau-Weiß-Spektrum ökologisch wertvoll ergänzt.
Die Drüsige Kugeldistel gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst oft sonnige Standorte mit kalkhaltigem Boden, was sich in ihrem Zeigerwert für die Reaktion von 7 widerspiegelt. Morphologisch auffällig ist der kugelförmige Blütenstand, der eigentlich aus vielen einzelnen Röhrenblüten besteht. Die Pflanze erreicht eine exakte Wuchshöhe von 1.02 m und zeichnet sich durch einen krautigen, nicht verholzten Wuchs aus. Trotz ihres Namens ist sie ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und bevorzugt mäßig warme Bedingungen.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•EuPPollNet (CC BY 4.0) – Hervías-Parejo et al. 2023, Zenodo doi:10.5281/zenodo.7985884
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →