Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus sylvarum (Linnaeus, 1761)
157
Pflanzen
besucht
388
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig ist die Wiesenhummel (Bombus sylvarum) durch ihre hellgraue bis weißgelbliche Behaarung mit einer markanten schwarzen Binde auf dem Brustabschnitt und einer rötlichen Hinterleibsspitze. Du erkennst sie zudem an ihrem charakteristischen, sehr hohen und fast singenden Flugton, der sie von anderen Hummelarten unterscheidet. In deinem Garten entwickelt sich pro Jahr eine einzige Generation, die von einer überwinterten Königin im Frühjahr begründet wird. Nach der Nestgründung legt die Königin Eier in Wachszellen ab, aus denen die Larven schlüpfen. Diese Larven werden von den Arbeiterinnen mit einer Mischung aus Nektar und Pollen ernährt. Im Frühling besucht das Tier bevorzugt den Gewöhnlichen Gundermann (Glechoma hederacea). Während der Sommermonate findest du sie an Pflanzen wie dem Steppen-Wundklee (Anthyllis vulneraria), der Verschiedenblättrigen Kratzdistel (Cirsium helenioides) oder der Wald-Platterbse (Lathyrus sylvestris var. platyphyllos). Die begatteten Jungköniginnen überwintern in der Diapause (einer Kältestarre) in geschützten Erdlöchern oder unter Moospolstern. Du kannst die Art gezielt fördern, indem du späte Nektarquellen wie den Salbei-Gamander (Teucrium scorodonia) oder das Großblütige Bitterkraut (Picris hieracioides) in deinem Garten erhältst.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Wiesenhummel ist völlig harmlos und ein friedlicher Gartenbesucher, der nur bei massiver Bedrohung sticht. Als heimische Wildbienenart steht sie unter allgemeinem Artenschutz, weshalb du sie nicht fangen oder umsiedeln darfst. Durch ihre Bestäubungsleistung ist sie ein nützlicher Gast.
Die Wiesenhummel (Bombus sylvarum) gehört zur Familie der Apidae (Echte Bienen) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt offene Landschaften mit reichem Blütenangebot. Die Art zeichnet sich durch ihre feine, weißgraue Grundfärbung und die typische dunkle Querbinde zwischen den Flügelansätzen aus. Als soziale Insekten bilden sie Völker, die jedoch deutlich kleiner bleiben als jene der Honigbienen. Ihr Nest legen sie meist unterirdisch in verlassenen Kleinsäugerbauen oder oberirdisch in dichten Grasansammlungen an.
1 Video zu Wiesenhummel

157 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →