Bild folgtKI-generierte IllustrationEmpetrum hermaphroditum
Auch bekannt als: Empetrum hermaphroditum
Du erkennst die Zwittrige Krähenbeere an ihrem immergrünen, nadelähnlichen Laub und den kriechenden, verholzten Trieben, die dichte Matten bilden. Als spezialisierter Zwergstrauch ist sie in unseren Breiten vor allem in höheren Lagen oder im kühlen Norden zu Hause und trotzt dort widrigsten Bedingungen. In deinem Garten übernimmt sie die Rolle eines robusten Bodendeckers auf saurem Grund. Da sie als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns vorkam oder indigen ist) gilt, ist sie perfekt an das lokale Klima angepasst. Wenn du einen kühlen Gartenplatz mit magerem Boden hast, ist dieser Überlebenskünstler genau das Richtige für dich.
Robuster Überlebenskünstler: Immergrüner Bodenschutz für kühle, saure Gärten.
Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist die Zwittrige Krähenbeere eine wertvolle Pionierpflanze für kühle und nährstoffarme Standorte. Da sie indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich nahtlos in die regionale Flora ein und unterstützt die spezialisierte Bodenfauna dieser Lebensräume. Ihre Blütezeit zwischen Mai und August stellt eine Ressource in Zeiten dar, in denen viele alpine Pflanzen bereits verblüht sind. Die schwarzen Beeren bilden sich im Spätsommer und dienen in der Natur als Nahrung für verschiedene Tierarten, die in kargen Landschaften überleben müssen. Im Garten bietet ihr dichter Wuchs ganzjährigen Schutz für bodennah lebende Kleinstlebewesen.
Die Zwittrige Krähenbeere wird als nicht kindersicher eingestuft. Da ihre Früchte optisch essbaren Beeren ähneln können, sollten Haushalte mit kleinen Kindern besonders achtsam sein. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme größerer Mengen ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Boden: Die Erde muss sauer (Reaktion 3) und nährstoffarm (Schwachzehrer) sein; kalkhaltige Böden werden nicht vertragen.
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig frisch (Feuchte 5), vermeide aber Staunässe durch gute Drainage (Wasserabfluss).
Pflanzzeit: Setze die Krähenbeere idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Bodenvorbereitung: Bei zu vielen Nährstoffen solltest du den Boden mit Sand abmagern (nährstoffärmer machen).
Pflege: Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses kaum erforderlich.
Vermehrung: Die Pflanze lässt sich über Stecklinge im Spätsommer vermehren.
Pflanzpartner: Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Ansprüche an saure, magere Standorte stellt.
Die Zwittrige Krähenbeere (Empetrum hermaphroditum) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) in der Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales). In Deutschland und Österreich ist sie vor allem in den Alpen und Mittelgebirgen verbreitet, wo sie Zwergstrauchheiden und Moore besiedelt. Ein morphologisches (gestaltliches) Merkmal ist ihre Zweigeschlechtigkeit: Im Gegensatz zur gewöhnlichen Krähenbeere trägt jedes Individuum sowohl männliche als auch weibliche Organe in einer Blüte. Ihre Blätter sind am Rand nach unten umgerollt, was eine Anpassung an die Austrocknung in kalten, windigen Lagen darstellt.
1 Video zu Zwittrige Krähenbeere
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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