Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphrasia salisburgensis
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Wer den Salzburger Augentrost (Euphrasia salisburgensis) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die zierliche Gestalt mit den lippenförmigen Blüten und den schmalen Blättern ist ein echtes Juwel für Kenner. Als indigene (einheimische) Art ist er perfekt an unsere Standorte angepasst und besetzt eine wichtige Nische auf mageren Böden. Da er bis in den Oktober hinein blüht, bietet er in einer Zeit Nahrung, in der viele andere Gartenpflanzen bereits verblüht sind. Er ist ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz, da er spezialisierte Lebensräume wie Kalkmagerrasen (nährstoffarme, kalkreiche Wiesen) bereichert. Trau dich ruhig an diesen kleinen Spezialisten heran, er wird dein Garten-Ökosystem bereichern.
Zierliches Kraftpaket: Blüht unermüdlich bis in den Oktober für die Vielfalt.
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Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen ist der Salzburger Augentrost als indigene Art ein wertvoller Bestandteil der regionalen Biodiversität. Da seine Blütezeit von Juli bis Oktober reicht, schließt er eine kritische Versorgungslücke für herbstaktive Bestäuber. In einer Zeit, in der das Angebot an Nektar und Pollen in der Landschaft stark abnimmt, stellt er eine verlässliche Ressource dar. Seine Präsenz im Garten fördert die Stabilität von Pflanzengemeinschaften auf Magerstandorten. Da er auf der Roten Liste mit dem Status * (ungefährdet) geführt wird, hilft seine Ansiedlung dabei, die Bestände dieser spezialisierten Art auch im Siedlungsraum zu sichern.
Der Salzburger Augentrost wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, auch wenn er keine explizit hochgiftige Wirkung besitzt. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr großer Mengen kannst du den Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.077 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden muss mager sein (Schwachzehrer); vermeide daher jegliche Düngergaben in seiner Nähe.
Achte auf eine frische (mäßig feuchte) Bodenbeschaffenheit, damit die Wurzeln nie ganz austrocknen.
Die Pflanze benötigt zwingend kalkhaltigen Boden (Reaktion 8), mische bei Bedarf etwas Kalksplitt unter.
Halte die Wuchshöhe von genau 0,08 m im Blick und pflanze ihn an den Beetrand, damit er nicht überwachsen wird.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Bodenvorbereitung: Den Boden bei Bedarf mit Sand abmagern, um die Nährstoffkonzentration gering zu halten.
Gute Partnerin: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) – er liebt ebenfalls sonnige Kalkstandorte und ergänzt die ökologische Nische hervorragend.
Der Salzburger Augentrost gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist eine krautige Pflanze, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz natürlich vorkommt. Er besiedelt bevorzugt sonnige Standorte mit basischen (kalkhaltigen) Bodenverhältnissen. Typisch für diesen Archäophyten (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder als indigen gilt) ist sein kompakter Wuchs und die geringe Blattfläche von nur 32,0 mm². In der Natur findet man ihn oft in lückigen Magerrasen, wo er durch seine späte Blütezeit auffällt.
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →