Bild folgtKI-generierte IllustrationFilago lutescens
Auch bekannt als: Filago lutescens, Gelbes Filzkraut
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An ihrer dichten, gelblich-weiß-filzigen Behaarung lässt sich die Pflanze sofort erkennen. Das Gelbliche Filzkraut (Filago lutescens) ist ein wahrer Überlebenskünstler für extrem sonnige Standorte, die anderen Gewächsen zu karg sind. Im Naturgarten ist sie von unschätzbarem Wert, da sie laut aktuellen Daten wichtige Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis) anlockt. Da die Art auf der Roten Liste mit der Stufe 2 als stark gefährdet geführt wird, leisten Sie mit ihrer Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Trauen Sie sich ruhig an diese kleine Besonderheit heran, auch wenn sie auf den ersten Blick unscheinbar wirkt. Mit der richtigen Pflege holen Sie sich eine echte botanische Rarität in Ihren Garten.
Rarität der Roten Liste: Ein 17 cm kleiner Schutzschild für seltene Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Das Gelbliche Filzkraut ist eine spezialisierte Nektarquelle für seltene Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii), die Melitaea varia und die Melitaea ornata von den Blüten. Auch der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) nutzt die Pflanze als wichtige Nahrungsquelle in trockenwarmen Lebensräumen. Durch das sehr leichte Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,0262 mg dient die Pflanze zudem als Beispiel für effiziente Fernausbreitung durch Wind. Da sie indigen (einheimisch) ist, fügt sie sich perfekt in das lokale Ökosystem ein und unterstützt die Artenvielfalt auf kargen Böden.
In der Datenbank ist die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, sollten die Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Falls Kinder oder Haustiere dennoch größere Mengen aufgenommen haben, kontaktieren Sie sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240. Achten Sie bei der Gartenarbeit auf die feinen Härchen, die bei empfindlicher Haut leichte Reizungen verursachen können.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.171 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 9), der den ganzen Tag unbeschattet ist.
Boden: Das Substrat muss mager (nährstoffarm) und durchlässig sein; ideal ist ein Sand- oder Kiesbeet.
Feuchtigkeit: Die Pflanze ist ein Trockenheitskünstler (Feuchtezahl 3) und benötigt nach dem Anwachsen keine zusätzlichen Wassergaben.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Bodenfrost.
Wuchshöhe: Beachte den kompakten Wuchs von exakt 0,17 m bei der Beetplanung.
Pflege: Verzichte komplett auf Dünger, da die Art als Schwachzehrer bei zu vielen Nährstoffen schnell verdrängt wird.
Vermehrung: Lass die Pflanze nach der Blüte im September stehen; die leichten Samen (0,0262 mg) verbreiten sich über den Wind selbst.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind das Kleine Habichtskraut (Hieracium pilosella) oder der Feld-Beifuß (Artemisia campestris), die ähnliche magere Sandstandorte lieben.
Das Gelbliche Filzkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einwanderte) besiedelt es bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Brachen. Typisch ist der krautige Wuchs mit einer fixen Wuchshöhe von 0,17 m, wobei die gesamte Pflanze durch den dichten Filz vor Verdunstung geschützt ist. Die winzigen Blütenköpfe stehen in Knäueln und erscheinen im Hochsommer. Es bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →