Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium noricum
Auch bekannt als: Galium noricum
An seinem extrem niedrigen, polsterartigen Wuchs lässt sich das Norische Labkraut (Galium noricum) sofort erkennen. Mit einer Höhe von nur 0,05 m ist diese Pflanze eine botanische Kostbarkeit, die vor allem in den Kalkalpen zu Hause ist und auf der Roten Liste als extrem selten eingestuft wird. In deinem Garten hilft diese Art dabei, die genetische Vielfalt unserer alpinen Flora zu bewahren, da sie als Indigen (einheimisch) gilt. Da sie kühle, kalkreiche Standorte bevorzugt, ist sie ideal für spezialisierte Steingärten geeignet. Auch wenn keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, ist der Erhalt solcher Spezialisten für das ökologische Gleichgewicht entscheidend. Trau dich ruhig an diesen seltenen Pflegling heran.
Alpine Kostbarkeit: Schütze eine der seltensten Pflanzen unserer Heimat.
Nach aktuellen Datenbeständen gilt das Norische Labkraut als extrem seltene Art der Roten Liste mit dem Status R. Als Spezialist für kalte Gebirgslagen besetzt es ökologische Nischen auf kalkhaltigen Böden, in denen konkurrenzstarke Arten nicht überleben können. Es handelt sich um einen Schwachzehrer (Pflanze für nährstoffarme Böden), der zur Stabilisierung von alpinen Pflanzengesellschaften beiträgt. In deinem Garten leistest du mit der Ansiedlung einen aktiven Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt dieser gefährdeten heimischen Flora. Da die Blütezeit bis in den September reicht, stellt es in seiner natürlichen Umgebung eine wichtige späte Ressource dar. Konkrete Insektenbesucher sind für diese seltene Art in der Fachliteratur noch nicht spezifisch erfasst.
Das Norische Labkraut wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Da keine spezifischen Angaben zur Giftigkeit vorliegen, solltest du dennoch Vorsicht walten lassen und darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.049 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort mit Lichtwert 8: Das bedeutet vollsonnig, idealerweise ein Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung.
Achte auf die Feuchte 6: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht sein, aber ohne Staunässe auskommen.
Nährstoffwert 2 einhalten: Verwende einen Schwachzehrer-Boden (magerer Boden), mische bei Bedarf Sand oder feinen Kies unter.
Reaktion 7 beachten: Die Pflanze benötigt einen kalkhaltigen oder basischen (pH-Wert über 7) Untergrund.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe beachten: Mit nur 0,05 m Höhe ist kein Rückschnitt erforderlich; lasse die Polster einfach ungestört wachsen.
Pflege: Da sie ein Spezialist für kalte Lagen ist, kommt sie mit Frost sehr gut zurecht.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) – sie teilt die Vorliebe für kalkreiche, alpine Standorte und ergänzt das Labkraut ökologisch perfekt.
Das Norische Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) und zur Gattung der Labkräuter. Es ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland und Österreich, deren natürlicher Lebensraum sich auf alpine, kalte Lagen beschränkt. Dort besiedelt es bevorzugt kalkhaltige Untergründe auf Magerrasen (nährstoffarmen Wiesen). Die krautige Pflanze ist nicht verholzt und bildet breitblättrige, niedrige Matten, die perfekt an die rauen Bedingungen der Hochgebirge angepasst sind.
3 Videos zu Norisches Labkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →