Bild folgtKI-generierte IllustrationGlyceria nemoralis
Auch bekannt als: Glyceria nemoralis
38
Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die zarten, oft leicht überhängenden Rispen (verzweigte Blütenstände) und die für ein Gras vergleichsweise breiten Blätter des Hain-Schwadens (Glyceria nemoralis). Für deinen Naturgarten ist dieses heimische Gras ein wertvoller Baustein, da es besonders an feuchten Stellen Struktur bietet und als Lebensraum dient. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) von seinem Vorkommen. Wenn du eine feuchte, schattige Gartenstunde ökologisch aufwerten möchtest, triffst du mit dieser Art eine hervorragende Wahl.
Feuchtgebiets-Spezialist: Die Lebensgrundlage für seltene Dickkopffalter.
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Der Hain-Schwaden ist eine wichtige Futterpflanze für verschiedene Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Daten nutzen insbesondere Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) das Gras als Lebensgrundlage. Auch für den Buntfarbigen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) stellt es eine relevante Ressource dar. Da das Gras in feuchten Biotopen wächst, unterstützt es eine spezialisierte Insektengemeinschaft, die auf wassernahe Standorte angewiesen ist. Im Winter bieten die stehengelassenen Halme zudem wichtige Überwinterungsplätze für kleine Lebewesen der Bodenfauna.
Der Hain-Schwaden wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher besonders in Gärten mit kleinen Kindern darauf, dass die Pflanze nicht in direkten Spielbereichen steht. Bei Verdacht auf Unverträglichkeiten oder nach versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.521 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz in der Sonne oder im Halbschatten (Ellenberg Licht 7).
Bodenfeuchte: Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein, ideal ist eine Sumpfzone oder ein Teichrand (Ellenberg Feuchte 9).
Nährstoffe: Als Starkzehrer benötigt die Pflanze einen nährstoffreichen, fetten Boden.
Bodenbeschaffenheit: Achte auf kalkhaltige oder basische Erde (Ellenberg Reaktion 7).
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig; die Halme sollten als Winterschutz für Tiere stehen bleiben.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – sie liebt die gleiche Feuchtigkeit und ergänzt das Gras im Frühling mit leuchtend gelben Blüten.
Der Hain-Schwaden gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (ursprünglich heimisch). Sein natürlicher Lebensraum sind feuchte Waldränder und schattige Quellbereiche, was ihn als Spezialisten für nasse Standorte ausweist. Morphologisch zeichnet sich das Gras durch seine nicht verholzten Halme und eine exakte Wuchshöhe von 0,52 m aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Gräsern besitzt er breitblättrige Laubblätter, die in der Krautschicht (bodennahe Pflanzenzone) auffallen. Er bevorzugt kalkhaltige (basische) Bodenverhältnisse und mäßig warme Temperaturen.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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