Bild folgtKI-generierte IllustrationGnaphalium hoppeanum
Auch bekannt als: Hoppe-Ruhrkraut
Du erkennst Hoppes Ruhrkraut (Gnaphalium hoppeanum) an seinem extrem niedrigen Wuchs von nur 5 Zentimetern und den dicht weißwollig behaarten Blättern, die kleine Rosetten bilden. Diese unauffällige, aber faszinierende Pflanze ist eine echte Spezialistin für deinen Steingarten, wenn du alpine Lebensräume nachempfinden möchtest. Da sie kalkhaltige und nährstoffarme Böden bevorzugt, zeigt sie dir genau an, ob dein Standort den Bedingungen des Hochgebirges entspricht. In der freien Natur ist sie ein wichtiger Bestandteil seltener Pflanzengesellschaften in Deutschland und der Schweiz. Wenn du eine Schwäche für die kleinen Überlebenskünstler der Alpen hast, ist diese Art genau die richtige Wahl für dich.
Alpiner Bodenschatz: Mit nur 5 cm Höhe ein Spezialist für kalkreiche Steingärten.
Hoppes Ruhrkraut übernimmt eine wichtige Funktion in spezialisierten alpinen Ökosystemen. Da für diese konkrete Art keine spezifischen Bestäuberdaten in der Datenbank vorliegen, ist sie als Teil der heimischen Flora dennoch ein wertvoller Baustein für die Vernetzung von Lebensräumen. Die Blütezeit im Juli und August bietet ein Nahrungsangebot in einer Phase, in der viele Frühjahrsblüher der Berge bereits verblüht sind. Als heimischer Korbblütler dient sie allgemein als Anlaufstelle für die im Gebirge vorkommende Insektenwelt. In deinem Garten unterstützt du mit dieser Art den Erhalt der genetischen Vielfalt indigener Gebirgspflanzen, die an extreme Standorte angepasst sind.
Hoppes Ruhrkraut wird in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere die Pflanzenteile nicht verzehren. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheit kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.052 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), da die Pflanze viel Helligkeit ohne Beschattung benötigt.
Boden: Der Untergrund muss sehr mager (Ellenberg Nährstoff 3) und kalkhaltig beziehungsweise basisch sein (Ellenberg Reaktion 8).
Feuchtigkeit: Sorge für eine exzellente Drainage mit hohem Schotteranteil, um Staunässe zu vermeiden.
Temperatur: Ideal sind kühle Gartenbereiche oder exponierte Lagen, die Gebirgsklima simulieren.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst vor den ersten starken Frösten.
Pflanzabstand: Halte die Umgebung von wüchsigen Konkurrenten frei, damit die 5 cm kleine Pflanze nicht untergeht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lasse die Samenstände für die natürliche Vermehrung stehen.
Gute Partnerin: Silberwurz (Dryas octopetala) — sie ist ebenfalls eine heimische Alpenpflanze mit identischen Ansprüchen an Kalk und mageren Boden.
Hoppes Ruhrkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zur Gattung Omalotheca. In Deutschland und der Schweiz ist sie indigen (ursprünglich heimisch) und besiedelt vor allem kalkhaltige Schutthalden und Schneetälchen (Senken im Hochgebirge, in denen der Schnee lange liegen bleibt). Morphologisch zeichnet sie sich durch eine krautige, nicht verholzte Struktur und breitblättriges Laub aus. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,05 m gehört sie zu den kleinsten Vertretern ihrer Gattung. Die Pflanze ist an kühle Temperaturen (Ellenberg Temperatur 2) der alpinen Zonen angepasst und gilt als typischer Schwachzehrer.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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