Bild folgtKI-generierte IllustrationKein deutscher Name bekannt
Die Sechsaugenspinne (Harpactea fontetareja) ist ein flinker Jäger, den Du vor allem durch ihre namensgebende Anordnung der Augen erkennen kannst, da sie im Gegensatz zu den meisten Spinnenarten nur sechs statt acht Augen besitzt. Diese Spinne gehört zur Gattung Harpactea, deren Vertreter sich bevorzugt in der bodennahen Streuschicht (der obersten Lage aus organischem Material wie Laub) aufhalten. In Deinem Garten dient sie als nützlicher Mitbewohner, der im Verborgenen unter Steinen, Totholz oder im Falllaub nach Beute sucht. Da sie keine Fangnetze webt, jagt sie ihre Beute aktiv als nächtlicher Prädator (Räuber) und nutzt dafür ihre kräftigen Kieferklauen. Ihre Nahrung besteht allgemein aus bodenbewohnenden wirbellosen Tieren, was zur biologischen Vielfalt und zum ökologischen Gleichgewicht beiträgt. Als Gärtner kannst Du dieses Tier unterstützen, indem Du kleine Bereiche mit liegengelassenem Laub oder Altholz schaffst, die als natürlicher Rückzugsort dienen. Da diese spezielle Art vorwiegend in Portugal nachgewiesen ist, verdeutlicht sie die Spezialisierung innerhalb der südeuropäischen Fauna. Ein Verzicht auf chemische Mittel im Garten schützt die empfindliche Bodenbiologie, in der diese Jäger leben. Durch ihr heimliches Leben bleibt sie meist unbemerkt, während sie die Populationen kleiner Bodenorganismen reguliert.
Diese Spinne ist für Menschen vollkommen harmlos und besitzt kein für uns gefährliches Gift. Sie verhält sich gegenüber dem Menschen scheu und flüchtet bei Störungen sofort in tiefere Bodenschichten oder Spalten. Es besteht keinerlei Grund zur Sorge für Gartenbesitzer oder Haustiere.
Harpactea fontetareja ist eine Webspinne aus der Gattung Harpactea, die taxonomisch der Familie der Sechsaugenspinnen (Dysderidae) zugeordnet wird. Die Verbreitung dieser spezifischen Art ist laut dem World Spider Catalog (WSC v26) auf Portugal in Europa beschränkt. Wie für ihre Gattung typisch, handelt es sich um einen spezialisierten Bodenbewohner, der räuberisch ohne den Einsatz von Fangnetzen lebt. Ihre Anatomie ist an das Leben in engen Spalten und der Laubstreu angepasst.
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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