Bild folgtKI-generierte IllustrationHelianthemum nummularium subsp. nummularium
Auch bekannt als: Helianthemum nummularium subsp. nummularium
Du erkennst das Gewöhnliche Sonnenröschen an seinen zarten, leuchtend gelben Blütenblättern, die wie feines Seidenpapier wirken, und dem flachen Wuchs eines Halbstrauchs. Da diese Art auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird, leistest du mit der Pflanzung in deinem Garten einen echten Beitrag zum Schutz unserer heimischen Flora. Die Pflanze ist ein typischer Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und kommt mit kargen Bedingungen hervorragend zurecht. Als indigene Art, also eine bei uns ursprünglich heimische Pflanze, ist sie perfekt in das lokale Ökosystem integriert. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, machst du mit diesem kleinen Überlebenskünstler alles richtig.
Gefährdete Kostbarkeit: 12 cm pure Lebenskraft für sonnige Kalk-Magerbeete.
Das Gewöhnliche Sonnenröschen ist als gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 3) ökologisch besonders wertvoll. Durch sein leichtes Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 1,2 mg können sich die Samen durch Wind- oder Fernausbreitung über weite Strecken verteilen und neue Lebensräume erschließen. Als indigene Art ist es seit Jahrtausenden fester Bestandteil unserer Natur und unterstützt die Bodenbiologie durch seine Symbiose mit Mykorrhizapilzen. Da es auf nährstoffarme Verhältnisse (Magerstandorte) spezialisiert ist, fördert es die pflanzliche Vielfalt an Orten, an denen dominante Gräser keine Chance haben. Auch ohne spezifische Bestäuberdaten ist seine Präsenz in Trockenbiotopen ein wichtiger Baustein für das lokale ökologische Gleichgewicht.
Das Gewöhnliche Sonnenröschen wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle einer unbeabsichtigten Aufnahme kontaktierst du am besten den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.109 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8), der täglich mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Boden: Der Boden muss mager und nährstoffarm sein (Ellenberg Nährstoffe 3), dünge die Pflanze daher nicht.
Kalkgehalt: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Ellenberg Reaktion 7).
Feuchtigkeit: Halte das Substrat trocken (Ellenberg Feuchte 3) und vermeide unbedingt Staunässe.
Pflanzzeit: Setze das Sonnenröschen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Platzbedarf: Plane mit einer Wuchshöhe von 0,12 m und lasse ausreichend Abstand zu wüchsigeren Nachbarn.
Pflege: Ein Rückschnitt ist kaum nötig, da der Halbstrauch kompakt bleibt; das Stehenlassen fördert die Selbstaussaat.
Pflanzpartner: Eine ideale Nachbarin ist der Wundklee (Anthyllis vulneraria) – beide teilen den Bedarf an kalkhaltigen Trockenstandorten und bilden eine natürliche Pflanzengemeinschaft.
Helianthemum nummularium subsp. nummularium gehört zur Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae) und zur Ordnung der Malvenartigen. Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Kalkmagerrasen (nährstoffarme Wiesen auf kalkhaltigem Boden). Es handelt sich um einen Halbstrauch, was bedeutet, dass die Pflanze an der Basis verholzt, während die oberen Triebe krautig bleiben. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,12 m bildet sie niedrige, breitblättrige Polster. Eine Besonderheit ist die Bindung an eine AM-Mykorrhiza, eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln, die der Pflanze hilft, in nährstoffarmen Böden zu gedeihen.
1 Video zu Gewöhnliches Sonnenröschen
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →