Bild folgtKI-generierte IllustrationHerniaria glabra subsp. glabra
An seinem flach am Boden liegenden, teppichartigen Wuchs und den winzigen, gelbgrünen Blütenknäueln lässt sich das Kahle Bruchkraut (Herniaria glabra) sofort erkennen. Es ist ein wertvoller Lückenfüller für sandige Wege und Steingärten, in denen andere Pflanzen aufgrund von Nährstoffmangel aufgeben. Als heimischer Bodendecker stabilisiert es offene Bodenstellen und schützt vor Erosion. Obwohl uns für diese Unterart aktuell keine spezifischen Insektendaten vorliegen, ist sie ein fester Bestandteil ökologisch wertvoller Magerstandorte. Wenn du einen robusten, grünen Teppich für deine sonnigsten Gartenplätze suchst, ist diese Pflanze eine hervorragende Wahl.
Der unverwüstliche grüne Teppich: Trittfest und ideal für magere Sonnenplätze.
In deinem Garten übernimmt das Kahle Bruchkraut die Rolle eines ökologischen Bodenfestigers auf kargen Flächen. Durch das extrem leichte Diasporengewicht (Samengewicht) von 0,0755 mg können die Samen durch den Wind über weite Strecken verbreitet werden, was die natürliche Besiedlung neuer Lebensräume fördert. Da die Pflanze als indigen (einheimisch) gilt, ist sie perfekt an das hiesige Klima angepasst. Sie bietet kleinen Bodenorganismen in ihren dichten Matten Schutz und Feuchtigkeit. Auf sandigen Freiflächen trägt sie dazu bei, die Biodiversität in Bereichen zu erhöhen, die für die meisten Zierpflanzen zu extrem sind. Die Pflanze gilt laut Roter Liste als ungefährdet.
Nach den vorliegenden Daten ist das Kahle Bruchkraut nicht als kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Bei Verdacht auf eine Unverträglichkeit oder nach dem Verschlucken kontaktiere bitte den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), da die Pflanze viel direktes Licht benötigt.
Boden: Der Untergrund muss mager sein (Schwachzehrer); vermeide gedüngte Beete, damit der Wuchs kompakt bleibt.
Feuchtigkeit: Halte den Boden eher trocken (Feuchtewert 3), denn Staunässe schadet den Wurzeln.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden (Reaktionswert 4) ist ideal für die Entwicklung.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst in die Erde.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du reichlich Sand einarbeiten, um die Durchlässigkeit zu erhöhen.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht und benötigt keinen Rückschnitt; sie sät sich über sehr leichte Samen (0,0755 mg) oft selbst aus.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an trockene, nährstoffarme Sandböden stellt.
Das Kahle Bruchkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Wegränder und Pflasterfugen. Die Pflanze wächst rein krautig, verholzt nicht und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,11 m. Ein markantes Merkmal sind die kahlen, breitblättrigen Laubblätter, die im Gegensatz zu verwandten Arten keine Behaarung aufweisen. Botanisch wird es als Archäophyt eingestuft, was bedeutet, dass es bereits vor Jahrhunderten durch menschliche Aktivitäten eingewandert ist.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →