Bild folgtKI-generierte IllustrationHerniaria hirsuta
Auch bekannt als: Herniaria hirsuta
Du erkennst das Behaarte Bruchkraut (Herniaria hirsuta) an seinem teppichartigen, flach am Boden liegenden Wuchs und den namensgebenden, fein behaarten Blättern. In deinem Garten ist diese Pflanze ein Spezialist für Orte, an denen andere aufgeben: Sie besiedelt mühelos extrem trockene Stellen und magere Böden. Da sie nur 0,1 m hoch wird, bildet sie dichte, grüne Matten, die den Boden vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser) schützen. Auch wenn konkrete Bestäuberdaten in aktuellen Verzeichnissen fehlen, bereichert dieser kleine Überlebenskünstler die strukturelle Vielfalt deines Naturgartens. Wenn du eine pflegeleichte Lösung für sonnige Fugen oder Mauerkronen suchst, liegst du mit dieser Art genau richtig.
Robuster Teppichkünstler: Nur 10 cm hoch und ein Profi für trockene Sonnenplätze.
Nach aktuellen ökologischen Daten zeichnet sich das Behaarte Bruchkraut vor allem durch seine Strategie der Fernausbreitung aus. Die extrem leichten Samen (Diasporen) wiegen nur 0,0608 mg, was eine effektive Verbreitung durch den Wind (Anemochorie) ermöglicht. Als Bodenbedecker in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) trägt die Art zur Bodenstabilität an extremen Standorten bei. Da es sich um eine krautige, nicht verholzende Pflanze handelt, bleibt sie das ganze Jahr über bodennah. Spezifische Daten zu Bestäubern oder Raupenfutterpflanzen liegen für diese Art derzeit nicht vor, doch als heimischer Neophyt besetzt sie wertvolle Nischen in trockenwarmen Biotopen.
Bitte beachte, dass das Behaarte Bruchkraut (Herniaria hirsuta) als nicht kindersicher eingestuft wird. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren solltest du daher einen Standort wählen, der nicht direkt als Spielfläche dient. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.104 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 9), an dem die Pflanze den ganzen Tag über direktes Sonnenlicht erhält.
Boden: Der Untergrund muss mager sein; das Bruchkraut ist ein Schwachzehrer und benötigt kaum Nährstoffe.
Feuchtigkeit: Halte den Boden trocken (Ellenberg Feuchtewert 3); Gießen ist nur bei extremer, langanhaltender Dürre nötig.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September-November) in die Erde.
Wuchs: Beachte die geringe Wuchshöhe von exakt 0,1 m; die Pflanze breitet sich eher in die Breite als in die Höhe aus.
Vermehrung: Die Art nutzt Wind- oder Fernausbreitung durch ihre sehr leichten Samen (0,0608 mg).
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist die Sand-Grasnelke (Armeria maritima) – sie teilt die Vorliebe für trockene, sandige Standorte und ergänzt den grünen Teppich durch ihre Blütenstände.
Das Behaarte Bruchkraut (Herniaria hirsuta) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Pionierstandorte. Morphologisch zeichnet sich diese krautige, nicht verholzende Pflanze durch ihre winzigen, in Knäueln angeordneten Blüten aus, die von Juli bis September erscheinen. Die breitblättrigen, behaarten Blätter haben eine Fläche von etwa 15,92 mm² und sind optimal an sonnige Standorte angepasst.
2 Videos zu Behaartes Bruchkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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