Bild folgtKI-generierte IllustrationHuperzia selago
Auch bekannt als: Lycopodium selago
Du erkennst die Tannen-Teufelsklaue an ihren stramm aufrechten, gabelig verzweigten Trieben, die wie winzige Tannenbäumchen aus dem Moos ragen. Als heimisches Bärlappgewächs ist sie ein faszinierendes Urzeit-Relikt für kühle, schattige Gartenwinkel. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz. Im Gegensatz zu vielen Blühpflanzen bildet sie keine Blüten, sondern vermehrt sich über Sporen. Wenn du einen sauren, moosigen Platz unter Bäumen hast, wird sich dieser seltene Gast bei dir sicher wohlfühlen.
Ein 0.12 m kleines Urzeit-Relikt: Hol dir die seltene Teufelsklaue in den Garten.
Als Sporenpflanze bietet die Tannen-Teufelsklaue zwar keinen Nektar an, erfüllt aber eine wichtige ökologische Nische in der Krautschicht schattiger Gärten. Da sie in der Natur gefährdet ist (Rote Liste V), dient dein Garten als wertvolles Refugium für diese seltene Art. Sie bereichert die strukturelle Vielfalt im Moosbereich und bietet Kleinstlebewesen geschützte Mikrohabitate. Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die nach aktuellen Daten durch Wind über weite Strecken verbreitet werden können. So unterstützt du aktiv den Erhalt eines botanischen Schatzes, der seit Millionen von Jahren fast unverändert existiert.
Die Tannen-Teufelsklaue ist nicht kindersicher und sollte keinesfalls verzehrt werden, da Bärlappgewächse Inhaltsstoffe enthalten, die Reizungen und Vergiftungserscheinungen auslösen können. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere nicht mit Pflanzenteilen experimentieren. Im Notfall ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.118 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen schattigen Platz, an dem die Pflanze vor direkter Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Der Boden sollte sauer (Ellenberg-Reaktion 3) sein; mische gegebenenfalls Nadelstreu oder kalkfreien Sand unter.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer (Ellenberg-Nährstoffe 4) benötigt sie einen normalen, nicht übermäßig gedüngten Gartenboden.
Feuchtigkeit: Halte den Standort frisch (mäßig feucht), aber vermeide stehendes Wasser.
Pflanzzeit: Setze die Teufelsklaue im Frühling (März bis Mai) oder Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Endhöhe von genau 0.12 m.
Pflege: Keinen Rückschnitt vornehmen, da die Pflanze sehr langsam wächst und empfindlich reagiert.
Pflanzpartner: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen sauren Bodenverhältnisse und halbschattige Plätze bevorzugt.
Die Tannen-Teufelsklaue gehört zur Familie der Bärlappgewächse (Lycopodiaceae) und ist eine Gefäßsporenpflanze (Pflanze mit Wasserleitungsbahnen, die keine Blüten bildet). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie vor allem in montanen (bergigen) Nadelwäldern und Mooren heimisch. Die Pflanze zeigt eine charakteristische Dichotomie (regelmäßige, gabelartige Verzweigung der Sprossachse). Mit einer Wuchshöhe von genau 0.12 m bleibt sie sehr kompakt und bodennah, wobei ihre kleinen, ledrigen Blätter rund um den Stängel angeordnet sind.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →