Bild folgtKI-generierte IllustrationHydrocotyle vulgaris
Auch bekannt als: Wassernabel
Unverwechselbar ist der Gewöhnliche Wassernabel durch seine kreisrunden, schildförmigen Blätter, bei denen der Stiel genau in der Mitte der Blattunterseite ansetzt. Diese zierliche Pflanze wächst kriechend und bildet dichte, grüne Teppiche in feuchten Gartenbereichen oder am Teichrand. In deinem Naturgarten ist er besonders wertvoll als Bodenbedeckung, da er ein feuchtes Mikroklima schafft, von dem Amphibien wie der Grasfrosch (Rana temporaria) profitieren. Die unscheinbaren Blüten erscheinen im Hochsommer und bereichern die Vielfalt in spezialisierten Sumpfbiotopen. Wenn du eine dauerhaft nasse Stelle im Garten hast, ist dieser heimische Spezialist die ideale Wahl für dich.
Zarter Sumpfbewohner: Perfekter Bodenschutz für Amphibien auf nur 8 Zentimetern.
Der Gewöhnliche Wassernabel fungiert im Garten primär als wichtiger Strukturgeber in Feuchtbiotopen. Sein dichter Wuchs schützt den Boden vor Austrocknung und bietet kleinen Lebewesen wertvollen Rückzugsraum. Da nach aktuellen Daten keine spezifischen Abhängigkeiten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, dient er als allgemeiner Lebensraumverbesserer in Sumpfzonen. Die Vermehrung erfolgt effektiv über die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) mit einem Gewicht von 0,3396 mg, die durch Wasser oder Wind verteilt werden können. So schließt er Lücken in der Ufervegetation und stabilisiert den Boden am Wasserlauf.
Der Gewöhnliche Wassernabel wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb auf eine Pflanzung in direkter Reichweite von Kleinkindern verzichtet werden sollte. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit dem invasiven Großen Wassernabel (Hydrocotyle ranunculoides), der jedoch deutlich größere Blätter besitzt. Bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.078 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze dichte Matten bilden kann.
Feuchtigkeit: Der Boden muss dauerhaft nass sein (Ellenberg 9); ideal ist ein Platz im Sumpfbereich deines Teichs.
Boden: Achte auf ein mageres Substrat, da er als Schwachzehrer (Magerkeitszeiger) keine Düngung verträgt.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst in die feuchte Erde.
Wuchshöhe: Er wird genau 0,08 m hoch und breitet sich flächig aus.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; er vermehrt sich selbstständig über Ausläufer.
Winter: Die Pflanze ist winterhart und zieht sich bei Frost teilweise zurück.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen Ansprüche an dauerfeuchte, eher nährstoffarme Standorte stellt.
Der Gewöhnliche Wassernabel (Hydrocotyle vulgaris) ist ein Vertreter der Araliengewächse (Araliaceae) und in Mitteleuropa weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind Niedermoore, Gräben und nasse Feuchtwiesen (Wiesen mit sehr hohem Grundwasserstand), die eher nährstoffarm sind. Morphologisch zeichnet er sich durch seine peltaten (schildförmigen) Blätter und fadenförmige, kriechende Sprossachsen aus. Trotz seiner geringen Größe ist er eine ausdauernde, krautige Pflanze, die perfekt an wechselnde Wasserstände angepasst ist.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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