Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum dubium
Auch bekannt als: Hypericum dubium
Schon von weitem fällt das Stumpfliche Hartheu durch seine leuchtend gelben Blütenkronen auf, die sich deutlich von den grünen Blättern abheben. Diese heimische Staude ist eine wichtige Bereicherung für deinen Garten, da sie genau dann blüht, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Als wertvoller Bestandteil von Magerwiesen bietet sie eine späte Nahrungsquelle in der Landschaft. In deinem Naturgarten hilft sie dabei, die Biodiversität an frischen, aber nährstoffarmen Plätzen zu fördern. Hast du in deinem Garten ein sonniges Eckchen frei, das noch ein wenig heimische Wildnis vertragen kann?
Goldener September: Der heimische Spätblüher für kühle, sonnige Plätze.
Nach aktuellen Standortdaten ist das Stumpfliche Hartheu eine wichtige Pflanze für das Ökosystem, da es im September blüht und somit eine späte Lücke im Nahrungsangebot schließt. In dieser Zeit profitieren Bestäuber von dem zusätzlichen Energieangebot. Die Pflanze geht zudem eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (AM - Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, was die Nährstoffaufnahme im Boden verbessert und das unterirdische Netzwerk stärkt. Da sie kühle Standorte bevorzugt, ist sie besonders für Gärten in Gebirgsrandlagen oder nördlichen Gebieten von Bedeutung. Ihre Samenstände dienen im Winter als natürlicher Schutzraum.
Bitte beachte, dass das Stumpfliche Hartheu als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie viele Arten seiner Gattung enthält es Stoffe, die bei empfindlichen Personen zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut führen können. Es sollte daher so gepflanzt werden, dass ein direkter, intensiver Kontakt durch spielende Kinder vermieden wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Sep – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit die Pflanze kräftig wächst und reichlich blüht.
Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden (Feuchtewert 5) – die Erde sollte nie ganz austrocknen.
Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Nährstoffwert 3): Verzichte auf Dünger und setze sie lieber in mageren, nährstoffarmen Boden.
Ideale Pflanzzeiten sind das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Der Boden sollte neutral bis schwach sauer sein (Reaktionswert 4), um optimale Bedingungen zu bieten.
Ein Rückschnitt erfolgt am besten erst im zeitigen Frühjahr, damit die Triebe im Winter Schutz bieten.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) – sie liebt ebenfalls frische, magere Standorte und setzt mit ihren violetten Blüten einen schönen Kontrast zum Gelb des Hartheus.
Das Stumpfliche Hartheu (Hypericum dubium) gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Es besiedelt natürlicherweise frische Standorte auf eher kargen Böden, oft in kühleren oder nördlichen Regionen. Man erkennt es an den charakteristischen, gelben Blüten und den im Vergleich zu anderen Johanniskräutern eher stumpfen Kelchblättern. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor langer Zeit vom Menschen eingeführt wurde und nun als heimisch gilt) oder indigene Art ist es perfekt an unsere klimatischen Bedingungen angepasst.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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