Bild folgtKI-generierte IllustrationInula germanica
Auch bekannt als: Inula germanica
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Deutschen Alant (Inula germanica) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Auffällig sind seine leuchtend gelben Blütenkörbe und die samtig-graue Behaarung der Blätter. Als seltener Archäophyt (eine Pflanze, die schon vor 1492 bei uns heimisch war) ist er heute gefährdet und steht auf der Roten Liste. Im Naturgarten ist er besonders wertvoll für seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Ätherie-Scheckenfalter (Melitaea aetherie). Da er trockene Standorte liebt, ist er der ideale Bewohner für sonnige Beete, die wenig Pflege benötigen. Holst du dir diesen seltenen Wildcharakter in deinen Garten?
Seltener Sonnenanbeter: Ein Rettungsanker für gefährdete Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Deutsche Alant eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Edelfalter. Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Ätherie-Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) nutzen ihn als wichtige Nektarquelle. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) besuchen die gelben Blüten regelmäßig. Durch die sehr leichten Samen, die nur 0.09 mg wiegen, trägt die Pflanze zur großräumigen Vernetzung von Lebensräumen bei. Im Winter bieten die verblühten Köpfe zwar wenig Gewicht, sind aber dennoch Teil des Nahrungsangebots für Vögel in mageren Landschaften.
Der Deutsche Alant wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du bei der Platzierung in Gärten mit kleinen Kindern Vorsicht walten lassen und die Pflanze nicht zum Verzehr verwenden. Im Falle von Unsicherheiten nach einem Kontakt ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.422 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8) mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung täglich.
Bodenbeschaffenheit: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Ellenberg Nährstoffe 2) und benötigt einen mageren Boden. Verzichte auf Kompost oder mineralischen Dünger.
Bodenreaktion: Der Untergrund sollte unbedingt kalkhaltig oder basisch sein (Ellenberg Reaktion 8).
Feuchtigkeit: Er bevorzugt mäßig trockene bis frische Verhältnisse (Ellenberg Feuchte 4). Einmal eingewurzelt, übersteht er Trockenperioden mühelos.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Pflege: Ein Rückschnitt ist im Herbst nicht nötig; lasse die Stängel als Winterquartier für Insekten stehen.
Pflanzpartner: Eine hervorragende Nachbarin ist die Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa) – beide teilen die Vorliebe für kalkreiche Trockenstandorte und ergänzen sich optisch perfekt.
Der Deutsche Alant (Inula germanica) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In Mitteleuropa besiedelt er natürlicherweise Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Gebüschränder auf kalkhaltigem Untergrund. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 0.42 m und ist durch ihre straff aufrechten Stängel gut erkennbar. Ein besonderes Merkmal ist das extrem geringe Diasporengewicht (Samenreife-Gewicht) von nur 0.09 mg, was die Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. In Deutschland wird die Art derzeit auf der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt.
2 Videos zu Deutscher Alant
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →