Bild folgtKI-generierte IllustrationIsoetes lacustris
Auch bekannt als: See-Brachsenkraut, Seebrachsenkraut
An ihren dunkelgrünen, steifen Blattrosetten, die wie kleine Igel am Grund eines Gewässers stehen, lässt sich das Gewöhnliche Brachsenkraut (Isoetes lacustris) sofort erkennen. Als lebendes Fossil ist dieser Unterwasserfarn eine echte Besonderheit für Gärtner, die glasklare, nährstoffarme Teiche pflegen. Die Art ist ein strenger Zeiger für höchste Wasserqualität und in Mitteleuropa stark gefährdet (Rote Liste 2). Da sie keine Blüten bildet, profitiert zwar keine Biene direkt, aber sie schafft als Unterwasserstruktur wichtige Lebensräume für die aquatische Fauna. Wenn du dieses seltene Gewächs ansiedelst, leistest du einen echten Beitrag zum Artenschutz.
Ein lebendes Fossil für kristallklare Teiche: Selten, edel und zeitlos.
Obwohl für das Brachsenkraut keine Bestäubungsdaten vorliegen, da es als Farnverwandter keine Blüten besitzt, ist seine Rolle im Ökosystem bedeutend. Nach aktuellen ökologischen Beobachtungen dient das dichte, untergetauchte Blattwerk als wertvoller Laichplatz und Rückzugsort für Amphibien wie den Bergmolch (Ichthyosaura alpestris). Die Sporenreife erfolgt zwischen Juli und September; die Diasporen sind mit 0.0 mg extrem leicht und werden durch Wasserströmungen ausgebreitet. Als Schwachzehrer hilft die Pflanze dabei, die Nährstoffkonzentration im Wasser niedrig zu halten, was die Ausbreitung von Algen natürlich begrenzt. In deinem Garten fungiert sie somit als lebender Garant für biologische Sauberkeit.
Das Gewöhnliche Brachsenkraut wird als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze ausschließlich in tieferen Wasserzonen wächst, ist die Ertrinkungsgefahr am Teich das primäre Risiko für Kinder. Sorge für eine entsprechende Umzäunung oder Abdeckung deines Wassergartens.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.295 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Ellenberg 7): Wähle einen vollsonnigen Standort, damit genügend Licht bis zum Teichgrund dringen kann.
Feuchte (Ellenberg 12): Die Pflanze muss dauerhaft untergetaucht wachsen, idealerweise in einer Wassertiefe von 30 bis 60 Zentimetern.
Boden (Ellenberg 1): Nutze ausschließlich mageres (nährstoffarmes) Substrat wie gewaschenen Sand oder feinen Kies; vermeide Teicherde strikt.
Wuchshöhe: Plane für die Rosetten eine konstante Höhe von 0.29 m ein.
Pflanzzeit: Setze die Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) vorsichtig in Pflanzkörbe, um ein Versinken im Schlamm zu verhindern.
Pflege: Halte das Wasser nährstoffarm, um Algenwuchs zu minimieren, der die Blätter sonst beschatten würde.
Gute Partnerin: Der Strandling (Littorella uniflora) — er besiedelt die gleichen nährstoffarmen Flachwasserzonen und stabilisiert den Boden ökologisch sinnvoll.
Das Gewöhnliche Brachsenkraut (Isoetes lacustris) gehört zur Familie der Brachsenkrautgewächse (Isoetaceae) und ist ein entfernter Verwandter der Farne. Es besiedelt natürlicherweise die kühlen, oligotrophen (nährstoffarmen) Seen im Alpenraum und in Norddeutschland. Die Pflanze wächst rein submers (untergetaucht) und besitzt einen verkürzten, knollenartigen Stamm. Eine morphologische Besonderheit ist das Fehlen von Samen; stattdessen bildet die Pflanze Sporen in speziellen Taschen an der Basis ihrer röhrenförmigen Blätter aus, was man bei genauem Hinsehen unter Wasser erkennen kann.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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