Bild folgtKI-generierte IllustrationJuncus capitatus
Auch bekannt als: jonc à inflorescence globuleuse, Juncus capitatus, Lössackerbinse
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Kopf-Binse (Juncus capitatus) an ihrer winzigen Statur und den kopfig gedrängten Blütenständen am Ende der Halme. Als Biologe schätze ich sie besonders, da sie auf der Roten Liste steht (Kategorie 2: stark gefährdet) und damit ein echtes Ausrufezeichen für den Artenschutz in deinem Garten setzt. Schmetterlinge wie der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) oder der Mauerfuchs (Lasiommata maera) nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Da sie ein Archäophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde) ist, gehört sie fest zu unserer Kulturlandschaft. Hast du eine freie, magere Stelle im Garten?
Kleiner Star mit großer Wirkung: Die seltene Kopf-Binse rettet Schmetterlinge.
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Trotz ihrer geringen Größe leistet die Kopf-Binse einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere Schmetterlinge von ihrem Angebot. Zu den Besuchern zählen der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus), das Braunscheckauge (Pararge xiphioides) und der Mauerfuchs (Lasiommata maera). Da die Art auf der Roten Liste mit der Stufe 2 (stark gefährdet) geführt wird, ist ihre Erhaltung im Garten ein aktiver Beitrag zum Artenschutz. Ihre winzigen Samen mit einem Gewicht von nur 0,0169 mg sind zudem eine potenzielle Nahrungsquelle für kleine Vogelarten oder werden durch den Wind weit verbreitet, um neue Lebensräume zu erschließen.
Die Kopf-Binse wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Da sie jedoch keine bekannten schweren Giftstoffe enthält, bezieht sich dieser Hinweis meist auf die Verletzungsgefahr durch die festen Halme oder auf die Gefahr des Verschluckens bei Kleinkindern. Platziere sie im Zweifelsfall in einem weniger bespielten Bereich deines Gartens.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.065 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direkte Sonne erhält.
Boden: Der Boden muss mager sein (Schwachzehrer). Vermeide jegliche Düngung, da sie sonst von konkurrenzstarken Arten verdrängt wird.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), aber vermeide stehende Nässe.
Wuchs beachten: Mit nur 0,06 m Höhe benötigt sie offene Bodenstellen im Vordergrund, damit sie nicht von größeren Nachbarn beschattet wird.
Pflanzzeit: Setze sie im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Pflanzabstand: Da sie sehr klein bleibt, ist ein Abstand von 5 bis 10 cm ideal.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die Vermehrung erfolgt über die sehr leichten Samen (0,0169 mg) durch Windausbreitung.
Gute Partnerin: Sumpf-Ruhrkraut (Gnaphalium uliginosum) – es liebt ebenfalls offene, feuchte Bodenstellen und erdrückt die kleine Binse nicht.
Die Kopf-Binse gehört zur Familie der Binsengewächse (Juncaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind lückige, mäßig feuchte Standorte auf sehr nährstoffarmen Böden. Morphologisch ist sie als nicht verholztes Gras ein Winzling: Sie erreicht eine konstante Wuchshöhe von nur 0,06 Metern. Besonders ist die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die der Pflanze hilft, in mageren Verhältnissen Nährstoffe aufzunehmen. Trotz ihrer zierlichen Form ist sie eine robuste, breitblättrige Art.
3 Videos zu Kopf-Binse
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →