Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus palustris subsp. palustris
Auch bekannt als: Lathyrus palustris subsp. palustris
3
Arten
interagieren
5
Interaktionen
dokumentiert
Mit ihrer kletternden Wuchsform fällt die Sumpf-Platterbse (Lathyrus palustris subsp. palustris) sofort auf. Da sie mit einer Wuchshöhe von 0,51 m eher zierlich bleibt, ist sie ein Geheimtipp für kleinere, naturnahe Bereiche. In der freien Landschaft ist sie bereits gefährdet und steht auf der Roten Liste 3, weshalb ihre Ansiedlung im Garten ein echter Beitrag zum Artenschutz ist. Von ihren Blüten profitieren spezialisierte Falter wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Wenn du einen sonnigen Platz mit mäßiger Feuchtigkeit hast, kannst du dieser seltenen Schönheit ein neues Zuhause geben. Schau genau hin, wie sie sich mit ihren Blattranken am Nachbarbewuchs festhält.
Ein seltener Schatz der Roten Liste: Zierliche Kletterkunst für sonnige Gärten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Sumpf-Platterbse eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma) sowie die Bläulingsarten Polyommatus fulgens und Polyommatus humedasae nutzen die Blüten auf ihrer Suche nach Nektar. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 17,1372 mg vergleichsweise schwer, was bedeutet, dass die Samen meist in der Nähe der Mutterpflanze zu Boden fallen oder durch Tiere über kurze Distanzen verschleppt werden. Als heimischer Hülsenfrüchtler trägt sie zur biologischen Vielfalt bei, indem sie spezialisierten Insekten in einer zunehmend kargen Landschaft einen Lebensraum bietet.
Die Sumpf-Platterbse wird als nicht kindersicher eingestuft. Da viele Arten aus der Gattung der Platterbsen Stoffe enthalten, die bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen können, sollten Kinder und Haustiere von der Pflanze ferngehalten werden. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.514 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen mageren Boden.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass der Standort nicht völlig austrocknet.
Wuchshöhe: Mit exakt 0,51 m benötigt sie nur eine kleine Kletterhilfe oder stützende Nachbarpflanzen.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Auch eine Pflanzung von September bis November ist möglich, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie nicht verholzt, zieht sie sich im Winter komplett zurück; ein Rückschnitt der vertrockneten Triebe im Vorfrühling reicht aus.
Vermehrung: Die schweren Samen sorgen für eine langsame Selbstaussaat im direkten Umfeld.
Pflanzpartner: Die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte stellt und die zierliche Platterbse optisch ergänzt.
Die Sumpf-Platterbse gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eine indigene (einheimische) Kletterpflanze. Ihr natürlicher Lebensraum sind mäßig feuchte, magere Standorte, wobei sie in der Natur oft in Niedermooren oder Feuchtwiesen vorkommt. Morphologisch zeichnet sie sich als nicht verholzte, breitblättrige Art aus, die Ranken zur Befestigung ausbildet. Aufgrund des Rückgangs ihrer Lebensräume gilt sie nach der Roten Liste als gefährdet (Kategorie 3). Sie verbreitet sich über vergleichsweise schwere Samen, was eine Ausbreitung über weite Distanzen erschwert.
3 Videos zu Sumpf-Platterbse
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →