Bild folgtKI-generierte IllustrationLeonurus sibiricus
Auch bekannt als: Sibirisches Herzgespann, Marihuanilla, Sibirischer Löwenschwanz, Sibirisches Mutterkraut
Schon von weitem fällt das Sibirische Herzgespann (Leonurus sibiricus) durch seinen straffen, aufrechten Wuchs und die tief gelappten Blätter auf. Da diese krautige Pflanze (nicht verholzendes Gewächs) erst spät im Jahr von Juli bis November blüht, ist sie ein wertvoller Anlaufpunkt, wenn viele andere Arten bereits verblüht sind. Du bringst damit eine spannende Struktur in Deine Beete, die besonders im Spätsommer ihre volle Pracht entfaltet. Da keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, beobachten wir im Garten meist eine Vielzahl von Besuchern an den Lippenblüten, die das späte Angebot dankbar annehmen. Achte darauf, dass Du sie an einen sonnigen Platz setzt, damit sie gut gedeiht und Dir lange Freude bereitet.
Blütenpracht bis in den November: Die späte Tankstelle für Deinen Naturgarten.
Nach aktuellen Daten bietet das Sibirische Herzgespann durch seine extrem lange Blütezeit von Juli bis tief in den November hinein eine wichtige Nahrungsquelle im Spätherbst. In dieser Zeit finden viele Fluginsekten nur noch wenig Nektar in der Landschaft. Da die Samen mit nur 1,2 mg sehr leicht sind, dient die Pflanze als klassischer Windstreuer, wobei die Samen auch über weite Strecken verbreitet werden können. Im Winter bieten die stehengelassenen Stängel Schutz für kleine Lebewesen. Die späte Reife sorgt zudem für ein wichtiges Nahrungsangebot in der Zeit nach dem sommerlichen Blütenmaximum.
Bitte beachte, dass das Sibirische Herzgespann als nicht kindersicher eingestuft wird. In Haushalten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest Du daher Vorsicht walten lassen und die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite platzieren. Bei Unsicherheiten oder versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Nov
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanze das Herzgespann im Frühling (März bis Mai), damit es vor der ersten Blüte gut einwurzelt.
Wähle einen vollsonnigen Standort mit durchlässigem Boden.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern ein, da sie recht kräftig wächst.
Eine Gabe Kompost bei der Pflanzung fördert die Vitalität auf mageren Standorten.
Da die Pflanze nicht verholzt, kannst Du sie im späten Winter bodennah zurückschneiden.
Die Vermehrung erfolgt oft von selbst durch die leichten Samen (1,2 mg), die durch Windausbreitung (Fernausbreitung durch Luftbewegung) verteilt werden.
Achte darauf, dass der Boden nicht zu Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich) neigt.
Gute Partnerin: Die Berg-Minze (Clinopodium menthifolium) — sie ist heimisch, mag sonnige Plätze und ergänzt das Herzgespann ökologisch ideal.
Das Sibirische Herzgespann (Leonurus sibiricus) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eng mit dem heimischen Echten Herzgespann (Leonurus cardiaca) verwandt. Ursprünglich stammt die Art aus den gemäßigten Zonen Asiens, hat sich aber als robust in unseren Gärten erwiesen. Typisch für die Gattung ist der vierkantige Stängel und die Anordnung der Blüten in Scheinquirlen (kranzförmig um den Stängel angeordnete Blüten). Als breitblättrige, krautige Pflanze zieht sie sich im Winter vollständig in den Boden zurück, um im Frühjahr neu auszutreiben.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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