Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria arvensis
Schon von weitem fällt das Acker-Leinkraut (Linaria arvensis) durch seine zierliche Gestalt und die bläulich-violetten Lippenblüten auf, die an winzige Löwenmäulchen erinnern. Diese Pflanze ist ein botanischer Schatz für deinen Garten, da sie auf der Roten Liste in Kategorie 1 geführt wird und somit vom Aussterben bedroht ist. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch war) ist sie ein wertvoller Teil unserer ursprünglichen Agrarlandschaft. Auch wenn spezifische Daten zu Insektenbesuchen fehlen, ist ihr Erhalt für die heimische Biodiversität (Vielfalt des Lebens) von höchster Bedeutung. Mit der Ansiedlung dieses seltenen Wildkrauts leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz direkt vor deiner Haustür.
Rettung für eine Rarität: Hol dir die bedrohte Schönheit mit 0,21 m Höhe heim.
Obwohl für diese seltene Art keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, hat sie als vom Aussterben bedrohte Pflanze der Roten Liste 1 einen extrem hohen ökologischen Stellenwert. In der modernen Agrarlandschaft findet sie kaum noch Platz, weshalb Gärten zu wichtigen Rückzugsorten werden. Ihre Samen dienen im Winter als Nahrung für Vögel der Feldflur, wenn die Stängel stehen gelassen werden. Mit einer Wuchshöhe von 0,21 m besetzt sie ökologische Nischen in lückigen Pflanzungen. Der Erhalt solcher Archäophyten (alteingebürgerte Pflanzen) sichert das genetische Erbe unserer Kulturlandschaft. Jede Pflanze trägt dazu bei, das lokale Ökosystem stabil und vielfältig zu halten.
Das Acker-Leinkraut ist als nicht kindersicher eingestuft. Achte daher darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Es liegen keine Berichte über schwere Vergiftungen vor, aber zur Sicherheit sollte die Pflanze im Garten rein als Zier- und Schutzobjekt betrachtet werden. Der Hautkontakt bei der Gartenarbeit ist unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.207 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (7): Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten, damit die Pflanze ausreichend Energie für die Blütenbildung hat.
Feuchte (4): Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; vermeide sowohl extreme Trockenheit als auch Staunässe.
Nährstoffe (4): Ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung ist ideal, da die Pflanze ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) ist.
Pflanzzeit: Setze das Leinkraut am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) aus.
Wuchshöhe: Beachte bei der Planung die geringe Höhe von 0,21 m und pflanze es in den Vordergrund.
Bodenbeschaffenheit: Ein neutraler bis schwach saurer Boden kommt den natürlichen Ansprüchen am nächsten.
Pflege: Lass die verblühten Triebe über den Winter stehen, um die Selbstaussaat zu fördern.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Centaurea cyanus) – sie hat ähnliche Standortansprüche und ergänzt das Leinkraut als klassische Ackerbegleitpflanze perfekt.
Das Acker-Leinkraut gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als einheimisch eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Äcker und Brachflächen auf kalkarmen, sandigen Böden. Es wächst als krautige Pflanze (nicht verholzend) und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0,21 m. Charakteristisch sind die schmalen, fast nadelartigen Blätter und der deutliche Sporn (hintere Verlängerung) der Blüte.
3 Videos zu Acker-Leinkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →