Bild folgtKI-generierte IllustrationLinaria genistifolia agg.
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Du erkennst das Ginster-Leinkraut an seinem aufrechten Wuchs und den für diese Gattung auffällig breiten Blättern. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.3 m ist es eine ideale Besetzung für kleine Nischen in deinem Garten. Als Spezialist für trockene Standorte ist diese krautige Pflanze ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt auf kargen Flächen. Da sie kalkhaltige Böden liebt, bereichert sie Steingärten, in denen andere Pflanzen oft Schwierigkeiten haben. Du solltest jedoch beachten, dass die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird. Wenn du einen sonnigen Platz auf magerem Boden frei hast, ist dieses Leinkraut eine wunderbare Wahl für dich.
Kompakter Sonnenanbeter: Das Ginster-Leinkraut bringt Leben auf trockene Steine.
Das Ginster-Leinkraut übernimmt eine wichtige Rolle als Pionierpflanze an extrem trockenen Standorten. Da es auf magerem Boden (Schwachzehrer) gedeiht, besiedelt es Flächen, die für viele konkurrenzstarke Arten ungeeignet sind. Die leichten Samen, die nur 0.17 mg wiegen, ermöglichen der Pflanze die Fernausbreitung durch den Wind, wodurch sie neue Lebensräume im Gartenumfeld erschließen kann. In einem naturnahen Garten fördert die Pflanze die strukturelle Diversität in Steingartenanlagen. Da sie kalkhaltige Substrate bevorzugt, stützt sie die spezifische Flora und Fauna basenreicher Trockenstandorte.
Bitte beachte, dass das Ginster-Leinkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Es sollte daher außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden, beispielsweise in erhöhten Steingärten oder unzugänglichen Beetbereichen. Für Haustiere liegen keine spezifischen Unverträglichkeitsdaten vor, dennoch ist Vorsicht beim Verzehr geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.299 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze maximale Lichtintensität (Lichtwert 10) benötigt.
Bodenbeschaffenheit: Der Boden sollte mager und nährstoffarm sein; ein Schwachzehrer-Standort ist ideal.
Feuchtigkeit: Halte das Substrat trocken (Feuchtewert 2) und achte auf einen sehr guten Wasserabzug.
Bodenreaktion: Die Pflanze gedeiht am besten auf kalkhaltigen oder basischen Böden (Reaktionswert 7).
Pflanzzeit: Setze das Leinkraut am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) aus.
Wuchshöhe: Plane bei der Gestaltung mit einer festen Höhe von 0.3 m.
Vermehrung: Die Samen sind mit 0.17 mg sehr leicht und verbreiten sich durch Wind- oder Fernausbreitung selbstständig.
Pflanzpartner: Eine hervorragende Nachbarin ist der Natternkopf (Echium vulgare), da er exakt dieselben Ansprüche an Trockenheit und Kalkgehalt stellt.
Das Ginster-Leinkraut (Linaria genistifolia agg.) gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). In der Natur besiedelt es bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Morphologisch zeichnet es sich als breitblättrige, nicht verholzte Pflanze aus, die perfekt an mäßig warme Klimabedingungen angepasst ist. Es bevorzugt basenreiche Untergründe und tritt oft an Standorten auf, die durch Nährstoffarmut geprägt sind.
1 Video zu Ginster-Leinkraut
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →