
Liparis loeselii
Auch bekannt als: Ophrys loeselii
Du erkennst das Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii) an seinen zwei charakteristisch glänzenden, hellgrünen Blättern am Grund und der zierlichen, gelblich-grünen Blütentraube. Mit einer Wuchshöhe von nur 0.09 m ist es ein kleiner, botanischer Schatz für spezialisierte Feuchtbiotope in deinem Garten. Da die Art auf der Roten Liste steht (Status 2: stark gefährdet), leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz. Diese Orchidee ist ein Schwachzehrer (Pflanze, die auf nährstoffarmen Böden wächst) und zeigt an, dass dein Gartenökosystem im Bereich der Feuchtzonen hervorragend funktioniert. Wenn du einen kalkreichen Sumpfbereich am Teichrand hast, solltest du dieser Rarität unbedingt einen geschützten Platz geben.
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Das Sumpf-Glanzkraut ist eine hochspezialisierte Art, die aufgrund des Verlusts von Feuchtwiesen extrem selten geworden ist. Durch die Ansiedlung in deinem Garten schaffst du ein Refugium für eine Pflanze mit dem Rote-Liste-Status 2. Die winzigen Samen (0.004 mg) ermöglichen der Art eine Fernausbreitung durch den Wind, was die Vernetzung von Biotopen unterstützt. Als Mykorrhiza-Spezialist fördert sie zudem eine gesunde Pilzflora im Boden deiner Sumpfzone. Auch wenn für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, ist sie als Zeigerpflanze für nährstoffarme, intakte Feuchtgebiete von höchster ökologischer Bedeutung.
Das Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii) ist ungiftig und somit als kindersicher einzustufen. Aufgrund ihrer Seltenheit und ihres hohen Schutzstatus sollte die Pflanze jedoch niemals aus der Natur entnommen werden; beziehe sie bitte ausschließlich aus zertifizierten Fachbetrieben für Orchideen. Es besteht im Garten keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, die ähnliche Ansprüche an extrem nasse und kalkreiche Standorte stellen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.089 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), an dem das Glanzkraut mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Der Boden muss dauerhaft nass sein (Feuchtewert 9), ideal ist ein Platz direkt in der Sumpfzone deines Teichs.
Achte auf ein kalkhaltiges Substrat (Reaktionswert 8), da die Pflanze basische Bedingungen benötigt.
Verwende nur nährstoffarme Erde, da die Orchidee ein Schwachzehrer ist und bei Überdüngung schnell verdrängt wird.
Pflanzzeit: Setze die Orchidee am besten im Frühjahr (März bis Mai) ein, damit sie sich vor der Hitze etablieren kann.
Da sie nur 0.09 m hoch wird, halte den Bereich frei von wüchsigen Gräsern, die sie beschatten könnten.
Die Vermehrung erfolgt über winzige Samen, die als Windausbreiter (Diasporen) nur 0.004 mg wiegen.
Gute Partnerin: Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) – es hat dieselben Ansprüche an Kalk und Nässe und blüht zur gleichen Zeit.
Das Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii) gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst kalkreiche Flachmoore (nährstoffarme Moore mit basischem Wasser) und nasse Dünentäler. Morphologisch ist die Art durch ihre zwei eiförmigen, glatten Laubblätter und den kantigen, unbehaarten Stängel gekennzeichnet. Als Mykorrhiza-Pflanze (lebt in einer Symbiose mit Bodenpilzen) ist sie auf ein intaktes Bodenmilieu angewiesen. Mit einer Blattfläche von 798.32 mm² bleibt die krautige Pflanze recht zierlich und unauffällig im Bewuchs.
3 Videos zu Sumpf-Glanzkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © ©2015 Tiina Võsumägi, all rights reserved / Adobe Stock / AdobeStock_98798591
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