Bild folgtKI-generierte IllustrationMandragora officinarum
Auch bekannt als: Gemeine Alraune
Schon von weitem fällt die Gemeine Alraune (Mandragora officinarum) durch ihre großen, bodenständigen Blattrosetten und die glockenförmigen, violetten Blüten auf. In deinem Garten ist sie eine wertvolle Ergänzung für schattige Bereiche, da sie bereits im zeitigen Frühjahr wichtige Lebensräume besetzt. Ihre schweren Samen (23,8 mg) deuten auf eine Ausbreitung durch bodenbewohnende Tiere hin, was die Dynamik in deinem Gartenökosystem fördert. Als krautige (nicht verholzende) Pflanze gliedert sie sich wunderbar in naturnahe Strukturen ein und bereichert die Artenvielfalt durch ihre speziellen Standortansprüche. Hast du schon einen passenden Platz für diesen sagenumwobenen Pfahlwurzler gefunden?
Sagenumwobene Frühlingsbotin: Einzigartige Blattpracht für schattige Plätze.
Die Gemeine Alraune dient als früher Nährstofflieferant im Gartenjahr, wenn viele andere Arten noch ruhen. Durch ihr schweres Diasporengewicht von 23,8 mg (Samen und deren Verbreitungseinheiten) ist sie auf die Kurzdistanz-Ausbreitung angewiesen. Häufig übernehmen Ameisen oder kleine Bodenbewohner den Transport der Samen, was die kleinteilige Vernetzung der Bodenfauna unterstützt. Da die Pflanze nicht verholzt, werden ihre Blätter nach dem Einziehen im Sommer schnell zu wertvollem Humus abgebaut. Dies fördert die Aktivität von Destruenten (Zersetzern) wie Regenwürmern und verbessert langfristig die Bodenqualität an ihrem Standort.
Die Gemeine Alraune ist in allen Pflanzenteilen stark giftig und wurde daher als nicht kindersicher eingestuft. Besonders der Verzehr der Wurzel oder Beeren kann gefährliche Vergiftungserscheinungen auslösen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung wende dich bitte umgehend an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Trage beim Pflanzen oder Umsetzen vorsichtshalber Handschuhe.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 4: Wähle einen Standort im Schatten, idealerweise unter dem schützenden Blätterdach von Laubbäumen.
Feuchte 5: Achte auf einen frischen (mäßig feuchten) Boden; die Erde sollte nie ganz austrocknen, aber auch keine Staunässe bilden.
Nährstoffe 4: Ein Platz mit mittlerem Nährstoffgehalt ist perfekt; normaler Gartenboden ohne übermäßige Düngung reicht aus.
Temperatur 7: Die Pflanze ist wärmeliebend, daher ist ein windgeschützter Platz von Vorteil.
Reaktion 6: Der Boden sollte neutral bis schwach sauer beschaffen sein.
Pflanzzeit: Setze die Alraune im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da sie eine Pfahlwurzel bildet, sollte der Boden tiefgründig gelockert sein.
Gute Partnerin: Das Buschwindröschen (Anemone nemorosa) – es bevorzugt ähnliche Schattenplätze und ergänzt den frühen Blühaspekt ökologisch perfekt.
Die Gemeine Alraune gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst wärmebegünstigte Standorte in lichten Gebüschen oder an Waldrändern, die meist frische (mäßig feuchte) Bodenverhältnisse aufweisen. Morphologisch besticht sie durch ihre fleischige Pfahlwurzel und die breitblättrige Rosette, die flach auf dem Boden aufliegt. Die Pflanze ist ein typischer Frühjahrsgeophyt (Pflanze, die ungünstige Zeiten im Boden überdauert) und zieht ihre Blätter bereits im Hochsommer komplett ein.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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