Bild folgtKI-generierte IllustrationMarsilea quadrifolia
Auch bekannt als: Kleefarn
Unverwechselbar ist der Vierblättrige Kleefarn (Marsilea quadrifolia) durch seine vierzähligen Blätter, die täuschend echt wie ein Glücksklee aussehen, aber botanisch gesehen zu den Farnen gehören. Da die Art in der Natur vom Aussterben bedroht ist (Rote Liste 1), übernimmst du mit der Ansiedlung in deinem Garten eine wichtige Rolle im Artenschutz. In der Flachwasserzone deines Teichs schafft er dichte Teppiche, die als Versteck für aquatische Kleinstlebewesen dienen. Obwohl er keine Blüten bildet, bereichert er das Ökosystem durch seine Struktur und Sauerstoffproduktion. Wenn du einen sonnigen Platz am Wasser hast, ist dieser seltene Pflegling genau das Richtige für dich.
Botanische Kostbarkeit: Hol dir den seltensten Glücksbringer direkt an deinen Teich.
Nach aktuellen Daten fungiert der Kleefarn primär als wertvoller Strukturbildner in amphibischen Zonen. Da es sich um einen Farn handelt, bietet er weder Nektar noch Pollen für Fluginsekten an, übernimmt jedoch wichtige Funktionen unter der Wasseroberfläche. Die dichten Bestände dienen als Rückzugsort für aquatische Larven und Kleinstlebewesen. Auch für Amphibien wie den Teichmolch (Lissotriton vulgaris) bietet das Blattwerk Schutz vor Fressfeinden. Die Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Sporen, die durch das Wasser oder den Wind (Anemochorie) transportiert werden. Durch die Ansiedlung dieser hochgradig gefährdeten Art trägst du aktiv zur Erhaltung der regionalen Biodiversität bei.
Der Vierblättrige Kleefarn ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält Enzyme wie Thiaminase, die bei Verzehr den Vitamin-B1-Haushalt stören können, was für Menschen und Haustiere gesundheitliche Probleme zur Folge hat. Bei versehentlicher Aufnahme sollte umgehend der Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktiert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.097 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort, damit der Farn kräftig wächst.
Ellenberg Feuchte 10: Platziere die Pflanze in der Sumpfzone oder im Flachwasser bei bis zu 10 cm Tiefe; der Boden muss dauerhaft nass sein.
Boden: Als Starkzehrer benötigt er ein nährstoffreiches Substrat, idealerweise lehmigen Gartenboden.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühjahr von April bis Mai ein, damit er sich vor dem Winter gut etabliert.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein, da er sich über Ausläufer ausbreitet.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig; im Herbst ziehen die Blätter ein und die Sporen überwintern im Schlamm.
Winter: Die Pflanze ist winterhart, solange das Rhizom im feuchten Boden oder unter Wasser vor tiefem Durchfrieren geschützt ist.
Gute Partnerin: Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis scorpioides) – es teilt die Standortansprüche und ergänzt den grünen Teppich mit blauen Akzenten.
Der Vierblättrige Kleefarn gehört zur Familie der Kleefarngewächse (Marsileaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Mitteleuropa. Er wächst amphibisch (sowohl unter als auch über Wasser lebend) und besiedelt natürlicherweise Schlammflächen oder flache Uferbereiche. Eine morphologische Besonderheit ist das Rhizom (ein kriechender Wurzelstock), aus dem die lang gestielten Blätter entspringen. Statt Blüten bildet er zur Vermehrung Sporokarpien (hartschalige Kapseln, in denen die Sporen reifen) an der Basis der Blattstiele aus. Mit einer Wuchshöhe von 0,1 m bleibt er sehr zierlich und bodennah.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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