Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha villosa
Auch bekannt als: Mentha villosa
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer die Zottige Minze (Mentha villosa) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren auffällig weich behaarten, runzeligen Blättern und den hellvioletten Blütenähren ist sie eine markante Erscheinung im Garten. Als Neophyt (eine nach 1492 bei uns eingewanderte Art) hat sie sich in Deutschland und Österreich fest etabliert und bietet einen hohen ökologischen Mehrwert. Besonders spezialisierte Falter wie der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) oder der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) nutzen sie als wichtige Nektarquelle. Durch ihre späte Blütezeit bis in den Oktober hinein schließt sie eine kritische Lücke im Nahrungsangebot. Mit dieser Minze holst du dir einen robusten und duftenden Insektenmagneten in dein grünes Reich.
Späte Nektartankstelle: Sichert das Überleben seltener Dickkopffalter bis Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Zottige Minze eine erstklassige Anlaufstelle für Schmetterlinge. Besonders die Gruppe der Dickkopffalter profitiert enorm: Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Muschampia tessellum), der Malven-Dickkopffalter (Carcharodus lavatherae) und der Orientalische Dickkopffalter (Carcharodus orientalis) zählen zu den regelmäßigen Gästen. Auch der Rote Scheckenfalter (Melitaea didyma) nutzt die Blüten als Energiequelle. Da die Pflanze von Juli bis Oktober blüht, dient sie als lebenswichtige Tankstelle in einer Zeit, in der viele andere heimische Wildpflanzen bereits verblüht sind. So sicherst du das Überleben der Falter kurz vor der Überwinterung.
In der Gartenplanung ist zu beachten, dass die Pflanze laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft wird. Dies liegt oft an den sehr intensiven ätherischen Ölen, die bei empfindlichen Personen oder Kleinkindern zu Reizungen führen können. Achte beim Pflanzen darauf, dass sie nicht direkt am Spielbereich der Jüngsten steht, damit der Kontakt kontrolliert bleibt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Bioregion
Continental
Pflanzzeit Frühling: Wähle den Zeitraum von März bis Mai für die beste Einwurzelung.
Pflanzzeit Herbst: Auch im September oder Oktober kannst du sie setzen, solange der Boden frostfrei ist.
Standort: Suche einen sonnigen bis halbschattigen Platz aus.
Boden: Der Untergrund sollte frisch bis feucht sein; Minzen vertragen keine dauerhafte Trockenheit.
Platzbedarf: Plane etwa 40 bis 50 Zentimeter Abstand ein, da sie sich über Ausläufer ausbreitet.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der ersten Hauptblüte fördert einen frischen Austrieb.
Vermehrung: Du kannst im Frühjahr einfach Teilstücke des Wurzelstocks abstechen.
Winter: Die Pflanze ist winterhart; lass die vertrockneten Stängel als Winterschutz für Insekten bis zum Frühjahr stehen.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Wasserdost (Eupatorium cannabinum) passt hervorragend, da er ähnliche Bodenfeuchte liebt und die Insektenvielfalt ergänzt.
Die Zottige Minze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist eine Kreuzung aus der Ähren-Minze (Mentha spicata) und der Rundblättrigen Minze (Mentha suaveolens). In Deutschland und Österreich kommt sie häufig verwildert in der Nähe von Gärten oder auf Schuttplätzen vor. Typisch für diese Art sind der vierkantige Stängel und die kreuzgegenständigen (jeweils um 90 Grad versetzt gegenüberstehenden) Blätter. Ihre Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza – Bodenpilze, die den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme helfen) macht sie besonders widerstandsfähig.
2 Videos zu Zottige Minze
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →