Bild folgtKI-generierte IllustrationMirabilis nyctaginea
Auch bekannt als: Mirabilis nyctaginea
Auffällig sind die herzförmigen Blätter und die purpurfarbenen Blüten, die von einer grünen, kelchartigen Hülle umgeben sind. Die Herzblättrige Wunderblume (Oxybaphus nyctagineus) ist eine ausdauernde Art, die besonders durch ihre Genügsamkeit an trockenen Standorten überzeugt. In deinem Naturgarten fungiert sie als wertvolle Bereicherung für die Hochsommerwochen, in denen viele andere Pflanzen bereits ihre Blütezeit beendet haben. Da sie als Neophyt (eingebürgerte, ursprünglich nicht heimische Art) gilt, ist sie eine interessante Beobachtungspflanze für die Anpassung unserer Gartenkultur. Wenn du eine robuste Pflanze für schwierige, sonnige Ecken suchst, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Robuster Hochsommerblüher, der auch bei Hitze und Trockenheit glänzt.
Die ökologische Bedeutung dieser Art liegt vor allem in ihrer Blütezeit zwischen Juli und August. In diesen heißen Monaten bietet sie ein beständiges Angebot für fliegende Insekten, wenn viele heimische Frühjahrsblüher bereits Samen bilden. Da sie keine spezialisierten Abhängigkeiten zu heimischen Insekten aufweist, dient sie als allgemeine Nahrungsquelle in der sommerlichen Durststrecke. Die stehengelassenen Samenstände können im Winter einen Mehrwert für die Struktur im Garten bieten. Nach aktuellen Beobachtungen ist sie eine unkomplizierte Ergänzung in naturnahen Gärten, die das Nahrungsnetz eher ergänzt als dominiert.
Bitte achte darauf, dass die Herzblättrige Wunderblume (Oxybaphus nyctagineus) als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie sollte daher nicht in direkter Reichweite von Kleinkindern oder Haustieren gepflanzt werden. Bei versehentlichem Verzehr ist es ratsam, vorsorglich Kontakt mit einem Giftnotruf aufzunehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanzzeit: Setze die Pflanze vorzugsweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst in den Boden.
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, sie benötigt viel Licht und Wärme für eine gute Entwicklung.
Boden: Ein durchlässiger, eher magerer Boden ist ideal; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Bewässerung: Nur in der Anwachsphase regelmäßig gießen, danach ist sie sehr trockenheitsresistent.
Mykorrhiza: Da sie eine Lebensgemeinschaft mit Pilzen eingeht, ist mineralischer Kunstdünger kontraproduktiv.
Rückschnitt: Die vertrockneten Stängel im Spätwinter bodennah abschneiden, bevor der neue Austrieb beginnt.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich an zusagenden Stellen gerne selbst aus.
Pflanzpartner: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist eine hervorragende Partnerin, da sie die gleichen trockenen Standorte besiedelt und ökologisch wertvoll ist.
Die Herzblättrige Wunderblume (Oxybaphus nyctagineus) gehört zur Familie der Wunderblumengewächse (Nyctaginaceae). In Deutschland und Österreich tritt sie als Neophyt auf, der ursprünglich aus den Trockengebieten Nordamerikas stammt. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Ruderalstandorte (vom Menschen beeinflusste Rohböden wie Schutthalden oder Bahndämme), wo sie von einer Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (Bodenpilze, die den Nährstoffaustausch fördern) profitiert. Als krautige Pflanze bildet sie jedes Jahr neue Triebe aus, die im Spätherbst wieder einziehen.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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