Bild folgtKI-generierte IllustrationMoehringia tommasinii
An ihren zierlichen, weißen Sternblüten und den schmalen Blättern lässt sich Tommasinis Nabelmiere (Moehringia tommasinii) sofort erkennen. In deinem Garten besetzt dieses Nelkengewächs ökologische Nischen, die oft leer bleiben: schattige, kalkreiche Plätze. Als Spezialistin für magere Standorte fördert sie die botanische Vielfalt in Steingärten oder an kühlen Mauern. Auch wenn spezifische Bestäuberdaten für diese seltene Art fehlen, bereichert sie als heimisches Gewächs die strukturelle Vielfalt deines Gartens erheblich. Wenn du Kalksteine im Schatten hast, ist diese Pflanze ein echter Geheimtipp für dich.
Seltene Schattenkünstlerin: Tommasinis Nabelmiere füllt kalkreiche Felsnischen.
Da für diese spezifische Art derzeit keine detaillierten Bestäubungsdaten vorliegen, lässt sich die ökologische Bedeutung vor allem durch ihre Rolle als Nischenbesetzerin beschreiben. In der Natur wächst sie dort, wo kaum eine andere Art überlebt. Sie bietet Kleinstlebewesen in Felsritzen Schutz und trägt zur Stabilisierung empfindlicher Standorte bei. In deinem Naturgarten schließt sie Lücken in schattigen Steingärten und fördert so ein stabiles Mikroklima. Als heimische Art ist sie ein wertvoller Baustein für die regionale Pflanzenvielfalt.
Tommasinis Nabelmiere wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akuten Vergiftungsfälle dokumentiert sind, sollte die Pflanze vorsichtshalber nicht verzehrt werden und außerhalb der Reichweite von Kleinkindern wachsen. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr hilft der Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Licht 4: Wähle einen schattigen Standort, an dem die Pflanze vor direkter Mittagssonne geschützt ist.
Feuchte 5: Halte den Boden gleichmäßig frisch (mäßig feucht), ohne Staunässe zu riskieren.
Nährstoffe 2: Verwende einen mageren Boden; eine Düngung ist nicht erforderlich und würde der Pflanze schaden.
Temperatur 7: Die Pflanze ist wärmeliebend, benötigt aber einen Platz ohne Hitzestau.
Reaktion 7: Der Untergrund muss kalkhaltig (basisch) sein; mische bei Bedarf Kalksplitt unter den Boden.
Pflanzzeit: Setze die Nabelmiere im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Vorbereitung: Sorge für eine gute Drainage (Wasserabzug), idealerweise in einer Felsspalte oder einem Alpinum.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht; ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, da sie langsam wächst.
Gute Partnerin: Der Gelbe Eisenhut (Aconitum vulparia) – er schätzt ebenfalls kalkreiche, frische Standorte im Halbschatten.
Die Pflanze gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen. Sie ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt natürlicherweise sickerfrische Felsspalten und Schutthalden. Typisch ist ihre Vorliebe für basische (kalkhaltige) Untergründe in eher kühleren, schattigen Lagen. Die morphologische Besonderheit liegt in der lockeren Polsterbildung, mit der sie sich perfekt an das Überleben in kargen Felsregionen anpasst.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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