
Molinia arundinacea
Auch bekannt als: Großes Pfeifengras, Hohes Pfeifengras
Wer das Rohr-Pfeifengras (Molinia arundinacea) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen hohen, grazilen Halmen, die weit über dem dichten Blätterschopf stehen, verleiht es dem Garten eine besondere Leichtigkeit. Als heimisches Gras ist es ein wertvoller Bestandteil für naturnahe Gärten, da es Struktur bietet und als Rückzugsort für die heimische Fauna dient. Es wächst bevorzugt an lichten Waldrändern oder auf sogenannten Pfeifengraswiesen (wechselfeuchte, nährstoffarme Standorte). Wenn du ein robustes Element suchst, das im Herbst in wunderschönen Gelbtönen leuchtet, liegst du hier genau richtig. Mit dieser Pflanze förderst du die natürliche Vielfalt direkt vor deiner Terrassentür.
Goldener Herbstzauber und stabiler Rückzugsort für deine Gartenbewohner.
Obwohl für das Rohr-Pfeifengras keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, übernimmt es als heimische Art zentrale ökologische Funktionen. In den dichten Horsten finden zahlreiche Insekten Schutz vor der Witterung und Fressfeinden. Die späten Samenstände dienen nach aktuellen Beobachtungen verschiedenen Vogelarten im Winter als wichtige Energiequelle, wenn andere Nahrung knapp wird. Da das Gras erst spät im Jahr geschnitten wird, bietet es wertvolle Überwinterungsmöglichkeiten für die Larven verschiedener Käferarten. Als Teil der regionalen Pflanzengesellschaften unterstützt es die natürliche Stabilität deines Garten-Ökosystems.
Bitte beachte, dass das Rohr-Pfeifengras als nicht kindersicher eingestuft wird. Das liegt vor allem an den scharfen Rändern der langen Blätter, an denen man sich bei unvorsichtiger Berührung kleine Schnittwunden zuziehen kann. Die Pflanze selbst ist nicht giftig, aber für Haushalte mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren ist beim Hantieren am Gras Vorsicht geboten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, da das Gras dort seine optimale Vitalität entfaltet.
Boden: Die Pflanze ist ein Schwachzehrer (kommt mit wenig Nährstoffen aus) und bevorzugt magere Böden; vermeide daher eine Düngung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass der Untergrund weder völlig austrocknet noch dauerhaft unter Wasser steht.
Pflanzzeit Frühling: Setze das Gras zwischen März und Mai, damit es vor dem Sommer gut einwurzeln kann.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November kannst du pflanzen, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Schneide die vertrockneten Halme erst im späten Winter (Februar/März) bodennah zurück, um das Herz der Pflanze vor Frost zu schützen.
Vermehrung: Eine Teilung des Horstes im zeitigen Frühjahr ist der einfachste Weg zur Vermehrung.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Vorliebe für magere Standorte und ergänzt das Gras optisch perfekt.
Das Rohr-Pfeifengras (Molinia arundinacea) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (heimisch). Sein natürlicher Lebensraum umfasst lichte Wälder und Pfeifengraswiesen, die durch einen wechselnden Wasserhaushalt geprägt sind. Morphologisch zeichnet es sich durch einen horstigen Wuchs (dichte Pflanzenbüschel) aus, wobei die Halme keine Knoten im oberen Bereich aufweisen. Diese Besonderheit macht die Halme so stabil, dass sie früher zur Reinigung von Pfeifenstielen verwendet wurden, was der Gattung ihren Namen gab.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1880044432
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