Bild folgtKI-generierte IllustrationNoccaea rotundifolia
Auch bekannt als: Rundblättriges Hellerkraut
An den dichten Polstern mit den kleinen, rundlichen und etwas fleischigen Blättern lässt sich das Rundblättrige Täschelkraut sofort erkennen. Als echte alpine Charakterpflanze bringt sie die wilde Schönheit der Berge direkt in deinen Garten. Sie ist besonders wertvoll für alle, die spezialisierte Standorte wie Kalk-Steingärten ökologisch aufwerten wollen. Da sie in Deutschland und Österreich indigen (heimisch) ist, passt sie perfekt in ein naturnahes Pflanzkonzept für kältere Lagen. Hast du schon den richtigen Platz mit viel Sonne für diesen robusten Überlebenskünstler?
Alpine Urkraft für den Steingarten: Robust, kalkliebend und garantiert heimisch.
Nach den vorliegenden Daten sind keine spezifischen Bestäuber-Interaktionen verzeichnet. Dennoch erfüllt das Rundblättrige Täschelkraut als heimischer Kreuzblütler (Brassicaceae) eine wichtige Funktion in spezialisierten Ökosystemen. In der Natur dient sie als Pionierpflanze (Erstbesiedlerin), die instabilen Kalkschutt festigt und so den Boden für andere Arten vorbereitet. Im Garten bereichert sie die Biodiversität in Steingarten-Biotopen, die eine wichtige Nische für spezialisierte alpine Fauna bieten. Da sie an kühle Temperaturen angepasst ist, bleibt sie auch in höheren Lagen oder kühlen Gärten ein verlässlicher Bestandteil der Flora.
Bitte beachte, dass das Rundblättrige Täschelkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du die Pflanze daher außerhalb der direkten Spielbereiche platzieren. Es liegen keine spezifischen Giftwarnungen vor, dennoch ist ein achtsamer Umgang ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Lichtbedarf (Ellenberg Licht 9): Wähle einen vollsonnigen Platz, die Pflanze benötigt maximale Helligkeit.
Bodenbeschaffenheit (Ellenberg Reaktion 9): Der Boden muss unbedingt kalkhaltig (basisch) sein; mische bei Bedarf Kalksplitt unter.
Nährstoffe (Ellenberg Nährstoffe 3): Setze sie in mageren Boden (nährstoffarm). Zu viel Dünger beeinträchtigt die Standfestigkeit.
Feuchtigkeit (Ellenberg Feuchte 5): Halte die Erde frisch (mäßig feucht), achte aber auf eine gute Drainage (Wasserabzug), um Staunässe zu vermeiden.
Temperatur (Ellenberg Temperatur 2): Die Pflanze liebt kühle, alpine Bedingungen und ist extrem frosthart.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) pflanzen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, die Polster wachsen von selbst sehr kompakt.
Gute Partnerin: Das Kalk-Blaugras (Sesleria caerulea) – es hat die gleichen Standortansprüche und ergänzt das Täschelkraut ökologisch ideal.
Das Rundblättrige Täschelkraut (Noccaea rotundifolia) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Es ist in den Gebirgsregionen von Deutschland und Österreich verbreitet und besiedelt dort natürlicherweise Kalkschuttfluren (steinige Flächen auf Kalkgestein) sowie alpine Rasen. Morphologisch zeichnet es sich durch seinen niedrigen, polsterförmigen Wuchs aus, der eine Anpassung an extreme Standorte darstellt. Als Archäophyt oder indigene Art ist sie ein fester Bestandteil unserer Flora und auf der Roten Liste als ungefährdet eingestuft.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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