Bild folgtKI-generierte IllustrationOdontites viscosus subsp. granatensis
Schon von weitem fällt der Klebrige Zahntrost (Odontites viscosus subsp. granatensis) durch seinen drüsigen, klebrigen Wuchs und die zierlichen gelben Blütenstände auf. Er ist eine Bereicherung für Deinen Naturgarten, weil er als Halbschmarotzer (entzieht anderen Pflanzen Wasser) zu starkes Graswachstum bremst und so Platz für seltene Kräuter schafft. Nach aktuellen ökologischen Erkenntnissen fördert er damit indirekt die Vielfalt auf Magerstandorten (nährstoffarmen Flächen). Wenn Du eine Vorliebe für botanische Besonderheiten hast, ist dieser Spezialist genau richtig für Deine sonnigen Ecken.
Natürlicher Gras-Bändiger: Er schafft Platz für echte Blumenvielfalt.
Als ökologischer Spezialist reguliert der Klebrige Zahntrost die Konkurrenz in Deinem Garten. Indem er Gräsern Nährstoffe entzieht, verhindert er, dass diese die gesamte Fläche überwuchern. Das schafft Nischen für andere Wildblumen, was die strukturelle Vielfalt erhöht. Obwohl spezifische Bestäubungsdaten für diese Unterart rar sind, ist bekannt, dass seine Blüten in trockenen Sommerphasen eine wichtige Anlaufstelle für die lokale Insektenwelt darstellen. Die Samenreife im Spätsommer liefert zudem Nahrung für bodenlebende Kleintiere. Durch seine Standorttreue stabilisiert er die Lebensgemeinschaft auf kargen Böden.
Der Klebrige Zahntrost wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen, auch wenn keine akute schwere Vergiftungsgefahr dokumentiert ist. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Pflanzenhöhe
0.234 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg 7), da die Pflanze viel direktes Sonnenlicht benötigt.
Boden: Setze ihn auf mageren (nährstoffarmen) Boden; eine Gabe von Dünger ist absolut nicht notwendig.
Feuchtigkeit: Der Platz sollte trocken sein (Ellenberg 3), da Staunässe die Wurzeln schädigt.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Aussaat oder das Aussetzen ist das Frühjahr von März bis Mai.
Pflege: Schneide die Pflanze im Herbst nicht zu früh zurück, damit die Samen für das nächste Jahr ausreifen können.
Bodenbeschaffenheit: Ein neutraler bis schwach saurer Boden ist ideal für die Entwicklung.
Gute Partnerin: Schafschwingel (Festuca ovina) — er dient als Wirtspflanze und verträgt die gleiche Trockenheit.
Der Klebrige Zahntrost gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) in der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Er ist in Deutschland heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Kalkstandorte. Morphologisch zeichnet ihn die namensgebende klebrige Behaarung aus, die als Schutz vor Austrocknung dient. Als einjährige Pflanze muss er sich jedes Jahr neu aus Samen etablieren, wobei er als Halbschmarotzer auf die Nachbarschaft von Gräsern angewiesen ist, um optimal zu gedeihen.
2 Videos zu Odontites viscosus subsp. granatensis
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →