Bild folgtKI-generierte IllustrationOenothera albipercurva
Auch bekannt als: Oenothera albipercurva
Wer die Gekrümmte Nachtkerze (Oenothera albipercurva) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre leuchtend gelben Blüten öffnen sich erst in der Abenddämmerung und verströmen einen zarten Duft. Als Neophyt (eine Pflanze, die sich nach 1492 bei uns angesiedelt hat) ist sie in Deutschland und Österreich mittlerweile fest etabliert. Sie besetzt oft Nischen auf trockenen Böden, wo andere Pflanzen aufgeben, und bereichert so die Struktur Deines Gartens. In den späten Stunden wird sie zum Anziehungspunkt für spezialisierte Besucher der Nacht. Wenn Du einen naturnahen Garten mit Platz für Überraschungen schätzt, machst Du mit ihr alles richtig.
Gelbe Leuchtkraft für die Dämmerung: Ein robuster Gast für trockene Standorte.
Obwohl für diese spezifische Art derzeit noch keine detaillierten Bestäubungsdaten in unserer Datenbank vorliegen, übernimmt sie eine wichtige ökologische Funktion im Garten. Als Nachtblüher bietet sie Ressourcen in einem Zeitfenster an, in dem die meisten anderen Blütenpflanzen bereits geschlossen sind. Ihre Samenstände dienen im Winter als wertvoller Strukturgeber für das Ökosystem. Durch ihre Genügsamkeit besiedelt sie Standorte, die für viele anspruchsvollere Arten zu trocken oder nährstoffarm sind. Damit trägt sie zur pflanzlichen Vielfalt auf schwierigen Böden bei und bereichert das Nahrungsangebot in der Dämmerung.
Bei der Gartenplanung solltest Du beachten, dass die Gekrümmte Nachtkerze (Oenothera albipercurva) als nicht kindersicher eingestuft wird. Es empfiehlt sich daher, sie nicht direkt am Rand von Spielflächen zu platzieren. Besondere Verwechslungsgefahren mit giftigen heimischen Arten bestehen bei genauer Betrachtung der typischen gelben Blüten kaum.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne am Tag.
Der Boden sollte durchlässig und eher nährstoffarm sein; vermeide schwere, nasse Erde.
Pflanzzeit im Frühling ist von März bis Mai, im Herbst von September bis November möglich.
Halte einen Abstand von 30 cm ein, damit sich die Blattrosetten gut entwickeln können.
In der Anwachsphase mäßig gießen, danach ist die Pflanze sehr trockenheitsresistent.
Lasse die vertrockneten Stiele im Winter stehen, um die natürliche Selbstaussaat zu fördern.
Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter vor dem neuen Austrieb der nächsten Generation nötig.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze auf kargem Boden deutlich standfester bleibt.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) — sie liebt die gleiche Wärme und ergänzt die Nachtkerze optisch perfekt.
Die Gekrümmte Nachtkerze gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist ein integrierter Neophyt (gebietsfremde Art) in unserer Region. Man findet sie in der Natur oft an Ruderalstellen (unbebaute Flächen mit Schutt oder Kies) oder entlang von Bahndämmen auf kalkreichen Böden. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren zweijährigen Wuchs aus: Im ersten Jahr bildet sie eine flache Grundrosette, im zweiten den blütentragenden Stängel. Ihre Blütenbiologie ist auf die Abendstunden spezialisiert, was sie taxonomisch innerhalb der Gattung (Oenothera) kennzeichnet.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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