Bild folgtKI-generierte IllustrationOenothera biennis × glazioviana
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Schon von weitem fällt (Oenothera biennis × glazioviana) durch ihren straff aufrechten Wuchs und die beachtliche Höhe von exakt 0,94 m auf. Du erkennst sie an ihren breitblättrigen, krautigen Trieben und einer Blattfläche, die über 3000 Quadratmillimeter erreichen kann. Diese Nachtkerze ist für deinen Garten wertvoll, da sie von Juli bis in den Oktober hinein Struktur liefert und den Gartenraum vertikal belebt. Da ihre Samen mit nur 0,3969 mg extrem leicht sind, eignet sie sich hervorragend für naturnahe Gartenbereiche, in denen sich Pflanzen durch Windverbreitung ihren eigenen Platz suchen dürfen. Hast du schon ein sonniges Eckchen für diesen imposanten Spätblüher reserviert?
Späte Pracht auf 0,94 Metern: Ein strukturstarker Begleiter bis in den Oktober.
Die Blütezeit dieser Nachtkerze erstreckt sich von Juli bis Oktober und schließt damit eine wichtige Lücke im spätsommerlichen Blütenangebot. Mit einer Blattfläche von 3048,9 mm² bietet sie einen beachtlichen Lebensraum für Kleinstlebewesen am Boden und trägt zur Kühlung des Bodenmikroklimas bei. Die Produktion extrem leichter Samen (0,3969 mg) macht sie zu einer potenziellen Nahrungsquelle für samenfressende Singvögel in den Wintermonaten. Da die Pflanze krautig wächst und im Winter abstirbt, bilden die vertrockneten Stängel wichtige Rückzugsorte für überwinternde Lebewesen. Als fester Bestandteil heimischer Pflanzengesellschaften fördert sie die strukturelle Vielfalt in deinem Garten.
Diese Pflanze wird offiziell als nicht kindersicher eingestuft. Da keine detaillierten Angaben zur Giftigkeit vorliegen, solltest du im Garten mit Kindern vorsichtig sein und den Verzehr von Pflanzenteilen verhindern. Im Falle eines Unfalls kontaktiere bitte sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240. Ein achtsamer Umgang im Familiengarten ist ratsam.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.94 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, um dem hohen Lichtbedarf der Nachtkerze gerecht zu werden.
Pflanze die Hybride idealerweise jetzt im April oder bis in den Mai hinein.
Auch eine Herbstpflanzung zwischen September und November ist bei offenem Boden möglich.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager sein, um die Standfestigkeit zu fördern.
Halte bei der Pflanzung ausreichend Abstand zu Nachbarpflanzen, da sie eine Höhe von 0,94 m erreicht.
Da die Samen extrem leicht sind, kannst du im Herbst Verblühtes stehen lassen, um eine natürliche Selbstaussaat zu fördern.
Ein Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile ist erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb nötig.
Gute Partnerin: Die Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus) – sie besiedelt ähnliche Ruderalstandorte und ergänzt das Wuchsbild ökologisch sinnvoll.
Diese Pflanze ist eine Hybride aus der Gemeinen Nachtkerze (Oenothera biennis) und der Rotkelchigen Nachtkerze (Oenothera glazioviana) innerhalb der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). In Mitteleuropa besiedelt sie bevorzugt Ruderalstandorte (rohe, vom Menschen beeinflusste Schutt- oder Brachflächen) und trockene Wegränder. Als krautige, nicht verholzende Pflanze zeichnet sie sich durch eine exakte Wuchshöhe von 0,94 m aus. Ihre Ausbreitung erfolgt über winzige Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die aufgrund ihres geringen Gewichts für die Fernverbreitung durch Luftströmungen optimiert sind.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →