Bild folgtKI-generierte IllustrationOenothera parviflora agg.
Auffällig sind bei der Kleinblütigen Nachtkerze (Oenothera parviflora agg.) vor allem ihre rötlich überlaufenen Stängel und die gelben Blüten, die sich erst am späten Nachmittag öffnen. Als Spezialistin für karge Standorte ist sie eine wertvolle Bereicherung für jeden Naturgarten, da sie ökologische Nischen besetzt, die in der modernen Landschaft oft fehlen. Besonders dämmerungsaktive Insekten profitieren von ihrem Nektarangebot, während ihre leichten Samen im Winter eine wichtige Futterquelle darstellen. Wenn du eine sonnige, trockene Ecke hast, in der sonst wenig wächst, machst du mit dieser robusten Art alles richtig. Sie ist eine wunderbare Wahl für alle, die Vielfalt auf magerem Boden fördern wollen.
0,85 m pure Genügsamkeit: Die gelbe Leuchtkraft für magere Sonnenplätze.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Kleinblütige Nachtkerze eine wichtige Ressource für dämmerungsaktive Insekten, die durch die hellen Blüten angelockt werden. Da die Art speziell auf trockene Magerstandorte angepasst ist, bietet sie Nahrung in Lebensräumen, in denen viele andere Pflanzen versagen. Ihre Diasporen (Samen) sind mit 0,5373 mg extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung ermöglicht. In der kalten Jahreszeit dienen die verholzten Stängel und die darin verbliebenen Samen als natürliche Vorratskammer für Körnerfresser. Wer diese Pflanze im Garten hält, fördert gezielt die Artenvielfalt auf kargen Böden und unterstützt die natürliche Ausbreitungsdynamik heimischer Wildpflanzen.
Die Kleinblütige Nachtkerze wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine akute Giftigkeit bekannt ist, sollte der Kontakt durch Kleinkinder vorsorglich eingeschränkt werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheit ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.846 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8) mit mindestens sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung pro Tag.
Der Boden muss trocken sein (Ellenberg Feuchte 3) – Staunässe verträgt die Pflanze nicht.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen (alkalischen) Untergrund (Ellenberg Reaktion 7).
Da sie ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) ist, solltest du den Boden keinesfalls düngen.
Die ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst vor dem ersten Bodenfrost.
Mit einer Wuchshöhe von genau 0,85 m eignet sie sich hervorragend für den mittleren Bereich von Magerbeeten.
Lasse die verblühten Triebe über den Winter stehen, um die Selbstaussaat durch die leichten Samen zu ermöglichen.
Gute Partnerin: Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare) – er teilt die Vorliebe für trockene, magere Standorte und blüht zeitgleich.
Die Kleinblütige Nachtkerze gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist in Deutschland heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Standorte. Als zweijährige, krautige Pflanze bildet sie im ersten Jahr eine flache Rosette und erreicht im zweiten Jahr eine Wuchshöhe von 0,85 m. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre breitblättrige Laubform und ihre unverholzten Triebe aus. Die Vermehrung erfolgt effizient über winzige, nur 0,5373 mg schwere Samen, die durch Wind oder Tiere über weite Strecken verbreitet werden.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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