Bild folgtKI-generierte IllustrationOphrys kotschyi subsp. kotschyi
An ihrer markanten, dunklen Lippe mit dem hellen Mal lässt sich Ophrys kotschyi subsp. kotschyi sofort erkennen. Als Vertreterin der Ragwurzen ist sie eine echte Spezialistin für besonders warme Plätze in deinem Garten. Sie bereichert die Artenvielfalt durch ihre Anpassung an trockene Lebensräume und ist ein Juwel für jeden Naturgarten. Da sie spezifische Ansprüche an den Standort stellt, zeigt sie dir direkt an, ob die Bedingungen in deiner Magerwiese (nährstoffarmer Rasen) stimmen. Wenn du einen sonnigen, geschützten Platz hast, wirst du an dieser botanischen Kostbarkeit viel Freude haben.
Eine mediterrane Kostbarkeit für die wärmsten Sonnenplätze deines Gartens.
Als Ragwurz-Art (Ophrys) ist diese Pflanze ein wichtiges Element für die Biodiversität in wärmebegünstigten Biotopen (Lebensräumen). Da keine spezifischen Daten zu Bestäubern vorliegen, konzentriert sich ihr ökologischer Wert auf die Spezialisierung innerhalb von Magerwiesen-Gesellschaften. Sie dient als Zeigerpflanze für intakte, nährstoffarme Bodenverhältnisse. Im Garten fördert sie die Vielfalt am Standort, indem sie eine Nische besetzt, die nur wenige andere Arten nutzen können. Jede Ansiedlung trägt zur Erhaltung der genetischen Vielfalt bei dieser seltenen Gattung bei. Da keine Nektardaten vorliegen, liegt ihr Hauptnutzen in der strukturellen Bereicherung des Gartens.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Orchideenarten sollte sie nicht verzehrt werden, da dies zu Unwohlsein führen kann. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile aufnehmen. Da sie zudem unter Schutz steht, ist der verantwortungsvolle Umgang im Garten besonders wichtig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Licht (Wert 7): Wähle einen vollsonnigen Standort, die Pflanze braucht viel direktes Licht.
Bodenfeuchte (Wert 3): Der Boden sollte trocken sein; achte unbedingt auf eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.
Nährstoffe (Wert 4): Ein mäßig nährstoffreicher Boden ist ideal, vermeide jede Form von starker Düngung.
Wärme (Wert 11): Die Art ist extrem wärmeliebend; ein Platz vor einer nach Süden ausgerichteten Steinmauer ist perfekt.
Bodenreaktion (Wert 6): Die Erde sollte neutral bis schwach sauer sein.
Pflanzzeit: Setze die Orchidee am besten im Herbst (September bis November), solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Pflanzabstand: Halte etwa 15 bis 20 Zentimeter Abstand zu anderen Pflanzen ein.
Pflege: Lass die Pflanze nach der Blüte ungestört einziehen, damit die Kraft in die Knolle zurückkehren kann.
Gute Partnerin: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) — sie ist ein typisches Gras warmer Magerwiesen und bietet der Orchidee einen natürlichen Standortrahmen.
Diese Orchidee gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und zur Ordnung der Spargelartigen (Asparagales). Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, extrem warme Magerwiesen), was durch ihren Temperatur-Zeigerwert von 11 unterstrichen wird. In der Region gilt sie als seltene Besonderheit mit einem Verbreitungsschwerpunkt in wärmebegünstigten Lagen. Morphologisch fällt sie durch ihre komplexen Blüten auf, die in Form und Farbe Insekten imitieren, um die Bestäubung sicherzustellen. Sie wächst ausdauernd als Knollen-Geophyt (Pflanze, die den Winter unter der Erde überdauert).
1 Video zu Ophrys kotschyi subsp. kotschyi
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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