Bild folgtKI-generierte IllustrationOrobanche laevis
Auch bekannt als: Orobanche laevis
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem markanten, bräunlich-violetten Schaft ohne grünes Blattwerk lässt sich die Sand-Sommerwurz (Orobanche laevis) sofort erkennen. Da sie kein Blattgrün besitzt, führt sie eine faszinierende Lebensweise als Schmarotzer an den Wurzeln von Nachbarpflanzen. Für deinen Naturgarten ist sie eine echte Besonderheit, da sie spezialisierten Insekten wie dem Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) als wichtige Nahrungsquelle dient. Mit dieser Art förderst du eine seltene botanische Spezialität, die perfekt in warme Magerwiesen passt. Trau dich an diese ungewöhnliche Pflanze heran und beobachte ein kleines Wunder der Natur direkt in deinem Garten.
Seltene Schmarotzerin: Eine lebenswichtige Nektarquelle für Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
network_loading_state
In deinem Garten ist die Sand-Sommerwurz eine hochspezialisierte Futterquelle für seltene Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea britomartis) von ihrem Nektar. Auch für den Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea celadussa) stellt sie eine wichtige Ressource dar. Durch ihre Bindung an die AM-Mykorrhiza (Wurzelsymbiose mit Pilzen) ist sie zudem ein wichtiger Bestandteil des unterirdischen biologischen Netzwerks in naturnahen Gärten.
Die Sand-Sommerwurz wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, dass Kinder die Pflanze nicht berühren oder Pflanzenteile in den Mund nehmen. Sollte es dennoch zu einem versehentlichen Verzehr kommen, wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wähle für die Ansiedlung einen Standort mit Xerothermrasen-Charakter (warme, trockene Magerwiese).
Der Boden sollte kalkreich, nährstoffarm und sehr gut durchlässig sein.
Achte auf eine vollsonnige Lage, die auch im Hochsommer viel Wärme speichert.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) nutzt, ist ein ungestörter Boden ohne Chemie wichtig.
Eine Düngung ist nicht notwendig und würde der Pflanze sowie ihrer Umgebung schaden.
Greife nicht in den natürlichen Wachstumszyklus ein und lasse die Triebe nach der Blüte für die Selbstaussaat stehen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Vorliebe für magere Standorte und bereichert die Artenvielfalt der Fläche.
Die Sand-Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo sie als Vollschmarotzer ohne Photosynthese lebt. Da sie kein Chlorophyll (Blattgrün) besitzt, entzieht sie ihre gesamte Energie anderen Pflanzen. Morphologisch zeichnet sie sich durch schuppenförmige Blätter und einen kräftigen, oft drüsig behaarten Blütenstand aus, der direkt aus dem Boden treibt.
1 Video zu Sand-Sommerwurz
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →