Bild folgtKI-generierte IllustrationOrobanche minor
Auch bekannt als: Kleewürger, orobanche du trèfle
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dokumentiert
Schon von weitem faellt die Kleine Sommerwurz (Orobanche minor) durch ihre bleichen, bräunlich-violetten Blütenstände auf, die ganz ohne grünes Blattwerk auskommen. Da sie kein Chlorophyll (Blattgrün zur Energiegewinnung) besitzt, lebt sie als Vollschmarotzer an den Wurzeln anderer Pflanzen. Für deinen Naturgarten ist sie eine echte Besonderheit und ein Zeichen für ein intaktes Ökosystem, da sie in der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist. Die Pflanze bereichert die botanische Vielfalt deiner Beete enorm, auch wenn sie keine klassischen Futterblätter für Raupen bietet. Schau doch mal genau hin, ob du diesen seltenen Gast zwischen deinen Kleepflanzen entdeckst.
Seltener Garten-Gast: Der faszinierende Wurzelparasit für echte Kenner.
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Die Kleine Sommerwurz blüht ausschließlich im Juni und bereichert in dieser kurzen Zeit das Blütenangebot deines Gartens. Da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 geführt wird, leistest du mit ihrem Erhalt einen direkten Beitrag zum Artenschutz in Mitteleuropa. Ihre ökologische Bedeutung liegt vor allem in ihrer spezialisierten Lebensweise als Wurzelparasit, was sie zu einem Indikator für eine hohe standörtliche Qualität macht. Die extrem leichten Samen werden im Spätsommer durch den Wind verbreitet und können so neue Lebensräume erschließen. Durch das Fehlen grüner Blätter ist sie als Raupenfutterpflanze nicht relevant, fördert aber die floristische Diversität.
Die Kleine Sommerwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Du solltest darauf achten, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren, auch wenn keine spezifischen Giftstoffe für diese Art dokumentiert sind. Da sie oft versteckt im Klee wächst, ist beim Sammeln von Wildkräutern für die Küche oder für Kleintiere im Garten Vorsicht geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.266 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), an dem die Pflanze ausreichend direkte Strahlung erhält.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne übermäßige Düngung ist ideal für die Entwicklung.
Feuchtigkeit: Achte auf einen frischen Boden (Feuchtewert 4), der mäßig feucht gehalten wird, aber keine Staunässe bildet.
Wuchshöhe: Die Pflanze erreicht konstant eine Höhe von 0,27 m und sollte nicht von starkwüchsigen Nachbarn bedrängt werden.
Besonderheit: Da sie ein Parasit ist, kann sie nur dort wachsen, wo passende Wirtspflanzen im Boden etabliert sind.
Pflanzzeit: Eine Ansiedlung durch Saatgut sollte im Frühjahr (März bis Mai) direkt bei den potenziellen Wirtspflanzen erfolgen.
Pflege: Vermeide das Hacken im Wurzelbereich der Wirtspflanzen, um die empfindliche Verbindung der Sommerwurz nicht zu trennen.
Gute Partnerin: Rot-Klee (Trifolium pratense) – er dient als wichtigster Wirt und teilt die Ansprüche an Licht und Bodenfeuchte.
Die Kleine Sommerwurz gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) heimisch. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf frischen, neutralen Böden, oft in der Nähe ihrer Wirtspflanzen. Als krautige Pflanze ohne Verholzung erreicht sie eine feste Wuchshöhe und wirkt durch ihre Schuppenblätter fast fremdartig. Ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit nur 0,0131 mg extrem leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht.
1 Video zu Kleine Sommerwurz
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →