Bild folgtKI-generierte IllustrationOrthetrum cancellatum
Auch bekannt als: Grosser Blaupfeil, Großer Blaupfeil, orthétrum réticulé
heimisch Deutschland
Specific native_regions cache: Germany · 85%
Der Blaupfeil (Orthetrum cancellatum (Linnaeus, 1758)) fällt durch seinen kräftigen Körperbau und bei den ausgewachsenen Männchen durch eine namensgebende hellblaue Bereifung (eine wachsartige Schicht auf dem Hinterleib) auf. Du entdeckst dieses flinke Insekt oft an besonnten Ufern oder auf Steinen, wo es sich gerne aufwärmt. In Deinem Garten fungiert er als geschickter Jäger, der im Flug Mücken und andere Kleininsekten erbeutet. Die Entwicklung beginnt im Wasser, wo die Larven verborgen im Schlamm oder in der Ufervegetation (Pflanzen am Gewässerrand) leben. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren wachsen sie dort heran, bevor sie für den Schlupfvorgang (die Verwandlung zum flugfähigen Tier) an Halmen emporsteigen. Nach dem Schlupf verlässt die Libelle ihre alte Larvenhülle, die Exuvie (die abgestreifte Haut), und begibt sich auf ausgedehnte Jagdflüge. Die Tiere nutzen den Luftraum als Revier und zeigen ein beeindruckendes Flugverhalten mit abrupten Richtungswechseln. Wenn Du einen Gartenteich mit flachen, vegetationsarmen Uferzonen anlegst, schaffst Du ideale Bedingungen für diese Art. Achte darauf, das Gewässer nicht mit Fischen zu besetzen, damit die Larven ungestört heranwachsen können. Ein naturnaher Garten bietet dem Blaupfeil wertvollen Lebensraum und Dir eine faszinierende Beobachtungsmöglichkeit.
Du brauchst keine Sorge vor Stichen oder Bissen zu haben, da der Blaupfeil für Menschen völlig harmlos ist. Er ist ein nützlicher Insektenfresser, der zur natürlichen Regulation von Mückenpopulationen in Deinem Garten beiträgt. Wie alle heimischen Libellen steht auch diese Art unter allgemeinem gesetzlichem Schutz, weshalb Du die Tiere lediglich beobachten und nicht fangen solltest.
Die Art wird taxonomisch (nach Verwandtschaft geordnet) in die Familie der Segellibellen (Libellulidae) und die Gattung der Blaupfeile (Orthetrum) eingeordnet. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, Belgien und die Schweiz, wo das Insekt als heimisch gelistet ist. Als räuberisch lebendes Tier besetzt der Blaupfeil eine wichtige Position im ökologischen Gefüge naturnaher Gewässerlandschaften. Die Libelle ist eng an stehende oder langsam fließende Wasserflächen gebunden, in denen die Larven am Grund eine mehrjährige Entwicklung durchlaufen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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