Bild folgtKI-generierte IllustrationOxytropis pilosa
Auch bekannt als: Astragalus pilosus
Schon von weitem fällt der Steppen-Spitzkiel (Oxytropis pilosa) durch seine dichte, weißliche Behaarung und die hellgelben Blütenköpfe auf. Als Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) ist er ein hochspezialisierter Überlebenskünstler, der mit Hitze und Nährstoffarmut bestens zurechtkommt. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste (Stufe 2) steht und somit stark gefährdet ist, leisten Sie mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der regionalen Artenvielfalt. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.21 m ist er eine dezente, aber botanisch höchst spannende Bereicherung für sonnige Gartenbereiche. Wenn Sie einen trockenen Stein- oder Magerrasen pflegen, ist dieser seltene Hülsenfrüchtler genau das Richtige für Sie.
Ein Juwel der Roten Liste: Retten Sie diesen seltenen Steppenbewohner für Ihren Garten.
In der freien Natur ist der Steppen-Spitzkiel ein wichtiger Bestandteil seltener Pflanzengesellschaften auf Magerrasen. Durch seine Fähigkeit, mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff zu binden, dient er als Pionier auf kargen Böden. Die Blüten bieten im Juli eine spezialisierte Nahrungsquelle für kräftige Bestäuber, die den Schmetterlingsblüten-Mechanismus bedienen können. Seine leichten Samen (1.2179 mg) stellen nach der Reife einen kleinen Energiebeitrag für das Ökosystem dar. Da die Art als stark gefährdet gilt (Rote Liste 2), fungiert Ihr Garten als wertvolles Trittsteinbiotop für die Vernetzung isolierter Restvorkommen dieser seltenen Steppenpflanze.
Der Steppen-Spitzkiel ist laut Datenbank nicht kindersicher. Als Hülsenfrüchtler enthält die Pflanze Stoffe, die bei Verzehr problematisch sein können. Achten Sie daher darauf, dass kleine Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile aufnehmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.205 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 9), der mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne pro Tag erhält.
Der Boden muss extrem trocken (Feuchtewert 2) und sehr gut durchlässig sein, um Staunässe im Winter zu vermeiden.
Verzichte komplett auf Dünger; als Schwachzehrer (Nährstoffwert 1) benötigt die Pflanze einen mageren, nährstoffarmen Boden.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 8); kalkfreies Substrat verträgt die Art nicht.
Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst (September bis November), sofern der Boden frostfrei ist.
Halte aufgrund der geringen Wuchshöhe von 0.21 m einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, damit die Pflanze nicht bedrängt wird.
Da sie eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) eingeht, profitiert sie von einem lebendigen Bodenleben mit nützlichen Bodenpilzen.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für extrem trockene, kalkreiche Standorte und bildet einen schönen farblichen Kontrast.
Der Steppen-Spitzkiel gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind basenreiche Trockenhänge und lichte Kiefernsteppenwälder, wo er als Indigen (einheimische Art) vorkommt. Er wächst als nicht verholzte, krautige Pflanze und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0.21 m. Typisch sind seine unpaarig gefiederten Blätter und die aufrechten Blütenstände. Mit einem geringen Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 1.2179 mg setzt die Pflanze auf Fernausbreitung durch den Wind, um neue Standorte zu besiedeln.
2 Videos zu Steppen-Spitzkiel
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →