Bild folgtKI-generierte IllustrationPaeonia lactiflora
Auch bekannt als: Edel-Pfingstrose, Milchweiße Pfingstrose, Chinesische Pfingstrose
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
An ihren großen, schalenförmigen Blüten und den tief geschlitzten, breitblättrigen Blättern lässt sich die Chinesische Pfingstrose (Paeonia lactiflora) sofort erkennen. Für deinen Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie als langlebige, krautige Pflanze (nicht verholzend) über Jahrzehnte am selben Platz gedeiht. Da sie im Juni blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im Blütenkalender. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine ergiebige Pollenquelle für verschiedene Insekten, auch wenn spezifische Bindungen in unserer Datenbank noch nicht erfasst sind. Wenn du ihr einen ungestörten Platz gönnst, wird sie dich jedes Jahr mit noch mehr Blütenreichtum belohnen.
Prachtvolle Juni-Blüte: Ein langlebiger Pollenspender für den sonnigen Garten.
Die Pflanze hat ihre Hauptblütezeit im Juni und stellt in dieser Phase eine markante Pollenquelle zur Verfügung. Da in der aktuellen Datenbasis keine spezifischen Beziehungsdaten für spezialisierte Insekten hinterlegt sind, profitiert vor allem die Gruppe der pollensammelnden Generalisten unter den Bestäubern. Durch ihre Wuchsform als krautige Pflanze trägt sie zur Bodenbeschattung und Strukturvielfalt im Staudenbeet bei. Da sie keine nahrhaften Samen für Vögel produziert, liegt ihr ökologischer Schwerpunkt ganz auf der Bereitstellung von Ressourcen während der Sommermonate.
Die Chinesische Pfingstrose ist nicht kindersicher, da alle Pflanzenteile als giftig eingestuft werden. Sollten Kinder oder Haustiere Teile der Pflanze verschluckt haben, kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240. Achte beim Pflanzen darauf, sie außerhalb der direkten Reichweite von unbeaufsichtigten Kleinkindern zu platzieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Licht für die beste Blütenentwicklung.
Der Boden sollte tiefgründig und nährstoffreich sein, da die Pflanze kräftige Speicherwurzeln ausbildet.
Pflanzzeit Frühling: Zwischen März und Mai kannst du sie setzen, sobald der Boden offen ist.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November ist die ideale Zeit, damit sie vor dem Winter anwurzelt.
Setze das Rhizom (den Wurzelstock) flach ein; die Knospen sollten maximal 3 bis 5 cm mit Erde bedeckt sein.
Halte einen großzügigen Pflanzabstand von 80 bis 100 cm ein, um Pilzkrankheiten durch gute Belüftung vorzubeugen.
Schneide die welken Stängel im Spätherbst bodennah ab, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen.
Gute Partnerin: Der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) — er ist heimisch, liebt ebenfalls sonnige Plätze und bildet mit seinen violetten Blüten einen herrlichen Kontrast.
Die Chinesische Pfingstrose gehört zur Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae) und zur Ordnung der Steinbrechartigen. In ihrer ostasiatischen Heimat besiedelt sie bevorzugt Waldränder und Bergwiesen, was sie für unsere Gärten sehr anpassungsfähig macht. Morphologisch zeichnet sie sich dadurch aus, dass sie eine rein krautige Pflanze (oberirdisch nicht verholzend) ist, die sich im Winter vollständig in ihre Speicherwurzeln zurückzieht. Ihre Blätter sind auffällig breitblättrig und glänzend.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →