Bild folgtKI-generierte IllustrationPapaver atlanticum
Auch bekannt als: Atlas-Mohn, Atlasmohn
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
Auffällig sind die zarten, apricotfarbenen Blüten des Atlas-Mohns, die wie aus feinster, zerknitterter Seide gewebt erscheinen. Diese krautige Pflanze, die im Gegensatz zu vielen Verwandten nicht verholzt, ist ein ökologisches Langstreckenwunder, da sie von April bis in den Dezember hinein ununterbrochen blüht. Da in meinen Datenbanken aktuell keine spezifischen Insektenbeziehungen hinterlegt sind, schätze ich ihn im Garten vor allem als ausdauernde Pollenquelle für die allgemeine Insektenwelt während der gesamten Saison. Für dich als Gärtner ist er ein dankbarer Begleiter, der fast das ganze Jahr über Farbe in die Beete bringt. Hast du schon einen Platz für diesen unermüdlichen Blüher gefunden?
Dauerblüher für Geduldige: Zarte Seidenblüten von April bis in den Dezember.
Nach aktuellen Beobachtungen zeichnet sich der Atlas-Mohn vor allem durch seine enorme zeitliche Verfügbarkeit aus. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Dezember, was ihn zu einer stabilen Anlaufstelle macht, wenn andere Pflanzen bereits verblüht sind. Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu einzelnen Wildbienen- oder Schmetterlingsarten vorliegen, dient er im Naturgarten als allgemeiner Pollenlieferant. Die Samenstände können, wenn sie im Winter stehen bleiben, als Nahrung für Vögel dienen. Durch seine krautige Struktur bietet er zudem bodennah Schutz für kleine nützliche Gartenbewohner.
Der Atlas-Mohn wird als nicht kindersicher eingestuft, da er wie viele Mohngewächse Stoffe enthält, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sein können. In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist daher Vorsicht geboten. Sollte es dennoch zu einer versehentlichen Aufnahme von Pflanzenteilen kommen, wende dich bitte sofort an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Dez
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pflanze den Atlas-Mohn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden noch offen ist.
Wähle einen Standort, der seiner Natur als krautige Pflanze entspricht und ausreichend Platz für die Rosettenbildung bietet.
Da er nicht verholzt, benötigt er keine aufwendigen Schnittmaßnahmen am alten Holz.
Ein regelmäßiger Rückschnitt der verblühten Stiele kann die Bildung neuer Knospen bis in den Dezember hinein fördern.
Achte auf eine gute Bodenvorbereitung, damit die Wurzeln der mehrjährigen Pflanze gut Fuß fassen können.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat, sofern du die markanten Samenkapseln stehen lässt.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie ist eine heimische Art, die mit ihrer Robustheit gut mit dem Mohn harmoniert und einen schönen farblichen Kontrast bildet.
Der Atlas-Mohn (Papaver atlanticum) gehört zur Familie der Mohngewächse (Papaveraceae) und zur Gattung Papaver. Er wächst als krautige Pflanze, was bedeutet, dass er weiches Gewebe besitzt und am Ende der Vegetationsperiode oberirdisch abstirbt, ohne zu verholzen. In seiner Wuchsform bildet er Rosetten aus, aus denen die behaarten Blütenstiele emporsteigen. Seine botanische Besonderheit liegt in der außergewöhnlich langen Blühphase, die ihn von vielen einheimischen Mohnarten unterscheidet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →