Bild folgtKI-generierte IllustrationPhalaris canariensis
Auch bekannt als: Kanarien-Glanzgras, Phalaris canariensis, Spitzsamen, Kanariensaat
39
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die dichten, eiförmigen Blütenstände, die im Sonnenlicht metallisch glänzen und dem Kanariengras seinen Namen gaben. In deinem Naturgarten ist dieses Gras eine wertvolle Bereicherung, da es als wichtige Nahrungspflanze für Schmetterlinge wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) dient. Auch der seltene Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) profitiert von diesem Lebensraum. Die Samen locken zudem im Spätsommer kleine Singvögel an, die sich an den nahrhaften Körnern gütlich tun. Wenn du einen sonnigen Platz frei hast, kannst du mit diesem unkomplizierten Gras direkt die heimische Artenvielfalt fördern.
Glänzende Ährenpracht und wertvolle Futterquelle für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Kanariengras ein wichtiger Anlaufpunkt für Dickkopffalter. Besonders Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzen die Bestände. Auch spezialisiertere Arten wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) werden gefördert. Die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Samen) wiegen nur etwa 4,89 Milligramm, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. Im Winter fungieren die verbliebenen Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel, während das dichte Grasgefüge Unterschlupf für bodennah lebende Insekten bietet.
Das Kanariengras wird als nicht kindersicher eingestuft. Die Blattränder können bei unvorsichtiger Berührung scharfkantig sein und kleine Schnittwunden verursachen. Es ist jedoch keine Giftpflanze, sodass für Haustiere bei gelegentlichem Kontakt keine akute Gefahr besteht.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.364 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8) mit mindestens sechs Stunden direkter Sonne pro Tag.
Boden: Ein normaler Gartenboden mit mäßigem Nährstoffgehalt (Mittelzehrer) ist ideal.
Bodenreaktion: Das Gras bevorzugt neutrale bis schwach saure Erde.
Pflanzzeit: Säe die Samen im Frühjahr von März bis Mai direkt an Ort und Stelle aus.
Wuchs: Beachte bei der Planung die Wuchshöhe von genau 0,36 m; das Gras eignet sich daher gut für den Beetvordergrund.
Bewässerung: In der Keimphase feucht halten, danach ist die Pflanze recht anspruchslos.
Pflege: Da es einjährig ist, solltest du die Halme bis zur vollständigen Samenreife stehen lassen, um eine Selbstaussaat zu ermöglichen.
Pflanzpartner: Die Wegwarte (Cichorium intybus) ist eine hervorragende Partnerin, da sie die gleichen sonnigen Standorte und Bodenbedingungen schätzt.
Das Kanariengras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung der Glanzgräser. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besiedelt es bevorzugt Ruderalstellen (durch menschliche Aktivität geprägte Brachflächen) und Ackerränder. Die Pflanze ist nicht verholzend und einjährig, schließt also ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb eines Sommers ab. Eine botanische Besonderheit ist die AM Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln zur verbesserten Nährstoffaufnahme), die das Gras auch auf mittleren Standorten gut gedeihen lässt. Mit einer Blattfläche von etwa 2894 Quadratmillimetern bietet es ausreichend Fläche für die Photosynthese.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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