
Phoca vitulina
Auch bekannt als: Gemeiner Seehund, Seehunde, Seekalb, Seerobbe
Unverwechselbar macht den Seehund (Phoca vitulina) sein stromlinienförmiger Körper mit dem rundlichen Kopf und den großen, dunklen Augen. In seinem Lebensraum, der Küste und den Flussmündungen, erweist er sich als geschickter Jäger unter Wasser. Er nutzt seine hochempfindlichen Tasthaare, um feine Druckwellen von Beutebewegungen aufzuspüren, was ihm die Orientierung auch ohne Echolot – also die Orientierung durch Schallwellen – erleichtert. Während seiner Tauchgänge kann der Meeressäuger mehrere Minuten ohne Atemzufuhr unter der Wasseroberfläche bleiben. Das Tier ist ganzjährig aktiv und hält keinen Winterschlaf oder eine Winterruhe. Da er in Deutschland heimisch ist, kannst du ihn am besten mit ausreichendem Abstand an den Küsten beobachten. Achte darauf, ruhende Tiere niemals zu stören, da sie ihre Energie für die anstrengende Jagd im Wasser benötigen. Als naturverbundener Mensch trägst du durch den Schutz sauberer Meere indirekt zum Erhalt seiner Lebensgrundlage bei.
Diese Art ist nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH), einer europäischen Naturschutz-Verordnung, in den Anhängen II und V gelistet und somit streng geschützt. Bei einer Begegnung am Strand solltest du eine Distanz von mindestens 100 Metern einhalten, da das Tier bei Stress ins Wasser flieht.
Körper
Körperlänge
180.5875 cm
Gewicht
94283.33 g
Max. Lebensalter
47.6 Jahre
Fortpflanzung
Wurfgröße / Gelege
1, 1× pro Jahr
Tragezeit
253.5703 Tage
Geschlechtsreife
~3.9 Jahre
Ernährung & Verhalten
Der Seehund (Phoca vitulina) wird taxonomisch – also nach seiner biologischen Einordnung – in die Familie der Hundsrobben (Phocidae) innerhalb der Ordnung der Raubtiere (Carnivora) geführt. Er ist ein heimischer Meeressäuger, dessen Verbreitungsgebiet laut Datenlage Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien umfasst. Von der ähnlichen Kegelrobbe lässt er sich durch seine kleinere Statur und den runden Kopf mit deutlichem Absatz zur Schnauze unterscheiden.
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF — Occurrence data via GBIF Backbone Taxonomy
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_380326297
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