Bild folgtKI-generierte IllustrationPilosella heterodoxa
Auch bekannt als: Pilosella heterodoxa
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer Pilosella heterodoxa einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren leuchtend gelben Korbblüten und den behaarten Blattrosetten ist sie eine markante Erscheinung auf kargen Böden. In deinem Naturgarten übernimmt sie eine wichtige Rolle als spezialisierte Nektarquelle für seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia). Da sie hervorragend mit Trockenheit zurechtkommt, ist sie die ideale Wahl für sonnige Böschungen oder Steingärten. Wenn du einen kalkreichen Standort hast, kannst du mit dieser Pflanze kaum etwas falsch machen.
Sonniger Spezialist: Die unverzichtbare Nektartankstelle für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art ein Magnet für spezialisierte Falter. Besonders Scheckenfalter-Arten wie Melitaea phoebe, Melitaea varia und Melitaea ornata nutzen die Blüten als wichtige Energiequelle. Auch der seltene Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) profitiert von dem Angebot. Sogar Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurden an den Blüten beobachtet. Im Winter bieten die verblühten Stängel und Samen einen Mehrwert für die heimische Fauna. Da die Pflanze trockene Standorte besiedelt, stabilisiert sie zudem den Boden in sonnigen Hanglagen.
Die Datenbank stuft die Pflanze als nicht kindersicher ein. Der Kontakt mit dem milchigen Pflanzensaft kann bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund nehmen. Im Falle einer Aufnahme oder bei starken Hautreaktionen kontaktiere sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Lichtbedarf : Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Boden : Der Boden sollte kalkhaltig (basisch) und eher nährstoffarm sein; herkömmliche Gartenerde eventuell mit Sand abmagern.
Feuchtigkeit : Ein trockener Standort ist ideal. Staunässe unbedingt vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen.
Pflanzzeit : Setze die Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Düngung : Verzicht auf Dünger ist wichtig, da die Art an magere Verhältnisse angepasst ist.
Vermehrung : Die Pflanze erhält sich oft selbst durch Versamung, was im Naturgarten ausdrücklich erwünscht ist.
Pflanzpartner : Eine gute Nachbarin ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis) – beide schätzen kalkreiche, trockene Böden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Pilosella heterodoxa gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine indigen (einheimisch) vorkommende Art in Deutschland und Österreich. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trocken-warme Magerwiesen), wo sie auf kalkhaltigen (basischen) Böden gedeiht. Eine botanische Besonderheit ist die arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme), die ihr das Überleben an nährstoffarmen Standorten ermöglicht. Morphologisch fallen besonders die borstig behaarten Blätter auf, die den Verdunstungsschutz erhöhen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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