Bild folgtKI-generierte IllustrationPolypodium vulgare
Auch bekannt als: réglisse des bois, Engelsüß, Tüpfelfarn, Gewöhnlicher Tüpfelfarn, Gemeiner Tüpfelfarn
Artengruppe
An seinen ledrigen, einfach gefiederten Blättern und den namensgebenden, kreisrunden Sporenkapseln auf der Blattunterseite lässt sich der Gewöhnliche Tüpfelfarn sofort erkennen. Dieser Farn ist ein wahrer Überlebenskünstler, der oft auf Mauern oder alten Baumstämmen siedelt und so vertikale Strukturen in deinem Garten belebt. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und gehört zu den Archäophyten (Pflanzen, die bereits vor 1492 bei uns vorkamen). Da er wintergrün bleibt, bietet sein dichtes Blattwerk auch in der kalten Jahreszeit wertvollen Unterschlupf für kleine Gartenbewohner. Hol dir diesen robusten Gesellen in deine schattigen Bereiche.
Wintergrüner Überlebenskünstler: Mit 25 cm Höhe ideal für schattige Mauern.
Als heimische Art ist der Gewöhnliche Tüpfelfarn perfekt an unser Ökosystem angepasst. Er lebt in einer Arbuskulären Mykorrhiza (AM) (einer engen Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel), die den Boden stabilisiert und die Nährstoffaufnahme verbessert. Seine wintergrünen Wedel mit einer Blattfläche von 6187,34 mm² bieten während der frostigen Monate Schutz für nützliche Kleintiere. In den Monaten August bis September produziert er seine Sporen zur Vermehrung. Da er indigen (einheimisch) ist, trägt er zur Stabilität der lokalen Artenvielfalt bei, ohne zusätzliche Ressourcen wie künstliche Bewässerung zu beanspruchen.
Der Gewöhnliche Tüpfelfarn wird als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, sollten Pflanzenteile niemals verzehrt werden. Achte besonders darauf, wenn kleine Kinder oder Haustiere deinen Garten nutzen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Aug – Sep
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Farn
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.247 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 6: Wähle einen halbschattigen Platz, etwa unter lichten Sträuchern.
Feuchte 5: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, vermeide jedoch Staunässe.
Nährstoffe 3: Als Schwachzehrer (Magerkünstler) benötigt er einen nährstoffarmen Boden ohne Düngung.
Bodenreaktion 4: Er bevorzugt neutrales bis schwach saures Substrat.
Pflanzzeit: Setze ihn am besten im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September-November) ein.
Pflege: Da er wintergrün ist, schneide alte Wedel erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb vorsichtig ab.
Standorttipp: Er eignet sich hervorragend für Steingärten oder zur Begrünung alter Trockenmauern.
Gute Partnerin: Die Wald-Erdbeere (*Fragaria vesca*) – sie hat ähnliche Ansprüche an Licht und Feuchtigkeit und ergänzt den Farn ökologisch sinnvoll als Bodendecker.
Der Gewöhnliche Tüpfelfarn (*Polypodium vulgare*) gehört zur Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae) und ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. In der Natur besiedelt er bevorzugt schattige Felsen, Mauern oder lichte Wälder auf neutralen bis schwach sauren Böden. Eine botanische Besonderheit ist sein kriechendes Rhizom (ein waagerecht verlaufender Wurzelstock), aus dem die einzelnen Blattwedel sprießen. Er erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0,25 m. Da er nicht verholzt und breitblättrig ist, wirkt er im Garten sehr filigran, ist aber erstaunlich widerstandsfähig gegen vorübergehende Trockenheit.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →