Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla argentea agg.
Schon von weitem fällt das Silber-Fingerkraut durch seine silbrig-weiß filzigen Blattunterseiten auf, die im Wind hell aufleuchten. Als erfahrener Gärtner schätze ich diese Art besonders, da sie ein wahrer Überlebenskünstler für extrem trockene und nährstoffarme Stellen im Garten ist. Sie besiedelt Nischen, in denen herkömmliche Stauden längst aufgeben würden, und fördert so die Artenvielfalt in Steingärten oder auf Trockenmauern. In Zeiten heißer Sommer ist sie eine verlässliche Komponente für ein stabiles Garten-Ökosystem auf Sand- und Magerböden. Wenn du eine sonnige Ecke hast, die du kaum gießen möchtest, ist diese heimische Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Silbrig glänzender Überlebenskünstler: Trockenresistent und perfekt für Magerrasen.
Die ökologische Bedeutung des Silber-Fingerkrauts liegt vor allem in seiner Funktion als Pionierpflanze auf extremen Trockenstandorten. Durch das sehr leichte Diasporengewicht von nur 0,0838 mg nutzt die Art die Windausbreitung, um neue Lebensräume in sonnigen Lagen effizient zu besiedeln. Sie trägt zur Bodenfestigung auf mageren Standorten bei und erhält durch ihre geringe Wuchshöhe die offene Struktur von Trockenrasen. Da die Pflanze trockene, warme Bedingungen bevorzugt, ist sie ein wichtiger Bestandteil funktionierender Magerwiesen-Biozönosen (Lebensgemeinschaften). Sie bietet Struktur in Lebensräumen, die für viele andere Pflanzenarten zu lebensfeindlich sind.
Bitte beachte, dass das Silber-Fingerkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, können die feinen Härchen bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte vermieden werden, weshalb sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden sollte.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.254 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Standort aus, an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Ellenberg Feuchte 2: Achte auf einen trockenen Boden und vermeide Staunässe unbedingt; die Pflanze ist an Wassermangel hervorragend angepasst.
Ellenberg Nährstoffe 3: Setze sie in mageren, nährstoffarmen Boden; auf zu fettem Boden wuchert sie unschön und verliert ihre Standfestigkeit.
Pflanze das Fingerkraut am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange kein Bodenfrost herrscht.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 bis 25 Zentimetern ein, damit die Rosetten genügend Platz zur Entfaltung haben.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze als Schwachzehrer optimal an karge Verhältnisse angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für trockene, magere Standorte und bildet einen schönen Farbkontrast zum silbrigen Laub.
Das Silber-Fingerkraut (Potentilla argentea agg.) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie Wegränder mit neutralen bis schwach sauren Bodenverhältnissen. Charakteristisch sind die handförmigen Blätter mit einer Fläche von etwa 275,33 mm², deren Unterseite dicht behaart ist, um die Verdunstung zu reduzieren. Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,25 m bleibt diese krautige, nicht verholzende Pflanze bodennah und kompakt.
3 Videos zu Silber-Fingerkraut
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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