Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla caulescens
Auch bekannt als: Kalkfelsen-Fingerkraut, Stengel-Fingerkraut
An den schneeweißen Blüten und den seidig behaarten, fünfteilig gefingerten Blättern lässt sich das Stängel-Fingerkraut (Potentilla caulescens) sofort erkennen. In deinem Naturgarten ist dieser Spezialist besonders wertvoll, um karge Steinmauern oder Felsspalten ökologisch aufzuwerten. Da es von Juli bis September blüht, schließt es eine wichtige Lücke im sommerlichen Nahrungsangebot für spezialisierte Gebirgsbesucher. Es wächst dort, wo andere Pflanzen aufgeben, und bringt Leben in rein mineralische Gartenbereiche. Wenn du alpine Akzente setzen möchtest, ist diese robuste, ausdauernde Art genau die richtige Wahl für dich.
Weißer Blütenteppich für den Fels: Robust und kalkliebend bis in den September.
In der freien Natur ist das Stängel-Fingerkraut ein wichtiger Pionier in Felsökosystemen, die für die meisten anderen Arten unbewohnbar sind. Durch seine Blütezeit von Juli bis September bietet es eine verlässliche Nahrungsquelle im Hoch- und Spätsommer, wenn viele alpine Frühblüher bereits Samen tragen. Die Ausbreitung erfolgt über extrem leichte Samen (0,13 mg), die durch den Wind in entlegene Felsspalten transportiert werden. Da es sich um eine indigene Art handelt, ist sie perfekt an das lokale Klima angepasst und unterstützt die Biodiversität in trockenen, warmen Gartenbereichen.
Das Stängel-Fingerkraut gilt allgemein als unbedenklich, wird jedoch in Datenbanken als nicht explizit kindersicher geführt. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen, auch wenn keine akuten Vergiftungen bekannt sind. In deinem Steingarten kannst du die Pflanze daher ohne größere Sorge einplanen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.154 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8: mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht am Tag).
Der Boden muss trocken sein (Feuchtezahl 3); achte unbedingt auf eine gute Drainage, da Staunässe nicht vertragen wird.
Nutze ein mageres Substrat, da die Pflanze ein Schwachzehrer (angepasst an nährstoffarme Böden) ist.
Der Boden sollte kalkhaltig oder basisch sein (Reaktionszahl 8) – mische bei Bedarf Kalksplitt unter die Erde.
Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Halte bei der Pflanzung die kompakte Wuchshöhe von 0,15 m ein und setze sie bevorzugt in Felsritzen.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze über Winter stehen, um ihre Struktur zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Zwerg-Glockenblume (Campanula cochleariifolia) – sie besiedelt dieselben kalkreichen Felsstandorte und ergänzt die Optik im Steingarten perfekt.
Das Stängel-Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine typische Pflanze der Kalkalpen. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorwiegend kalkhaltige Felsspalten und Schutthalden. Morphologisch zeichnet es sich als krautige, nicht verholzte Pflanze mit einer fixen Wuchshöhe von 0,15 m aus. Die breitblättrigen, handförmig geteilten Blätter sind oft wintergrün und bilden dichte Polster in extremen Lagen, die mäßig warm und sehr trocken sind.
3 Videos zu Stängel-Fingerkraut
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →