Bild folgtKI-generierte IllustrationPrenanthes purpurea
Auch bekannt als: Hasenlattich
6
Arten
interagieren
45
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Purpur-Hasenlattich sind seine nickenden, purpurvioletten Blütenköpfchen, die wie kleine, zierliche Glocken an den locker verzweigten Stängeln hängen. Mit dieser ungewöhnlichen Blütenform bereichert er schattige Gartenbereiche, in denen viele andere Stauden nur schwer gedeihen. Für deinen Naturgarten ist er besonders wertvoll, da er Bestäubern wie der Wiesenhummel (Bombus pratorum) und der Rotbeinigen Furchenbiene (Lasioglossum rufitarse) mitten im Hochsommer Nahrung bietet. Seine filigrane Gestalt fügt sich wunderbar in naturnahe Pflanzungen unter Gehölzen ein. Wenn du eine eher dunkle, kühle Ecke in deinem Garten ökologisch aufwerten möchtest, liegst du mit dieser Pflanze genau richtig.
Elegante Purpurglocken für den Schatten: Ein Festmahl für die Wiesenhummel.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem spezialisierte Wildbienen und Hummeln von dieser Waldpflanze. Die Rotbeinige Furchenbiene (Lasioglossum rufitarse) ist ein regelmäßiger Gast an den purpurnen Blüten, ebenso wie die Sandhummel (Bombus pascuorum) und die Wiesenhummel (Bombus pratorum). Mit einem extrem geringen Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 0,28 mg nutzt die Pflanze den Wind zur Fernausbreitung ihrer Samen. Die Blütezeit von Juni bis August schließt eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot für Insekten, die in schattigen Wald- und Gartenzonen leben. Durch seine Indigenität (ursprüngliche Heimischkeit) ist er perfekt in das lokale Ökosystem integriert.
Der Purpur-Hasenlattich wird als nicht kindersicher eingestuft. Er sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen und eventuell Pflanzenteile in den Mund nehmen könnten. Bei Verdacht auf Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.789 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen Standort im Schatten (Lichtwert 4), idealerweise unter lichten Bäumen oder an der Nordseite von Gebäuden.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (normaler Boden) und benötigt weder zusätzliche Düngung noch extreme Abmagerung.
Feuchtigkeit: Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden; die Erde sollte nie vollständig austrocknen.
Bodenreaktion: Ein neutraler bis schwach saurer Boden ist ideal für eine gesunde Entwicklung.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen entweder im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflanzabstand: Da er 0,79 m hoch wird, solltest du ihm etwa 30-40 cm Platz zur nächsten Pflanze lassen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich; lass die Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Rückzugsort zu bieten.
Gute Partnerin: Wald-Segge (Carex sylvatica) – sie besiedelt ähnliche Waldstandorte und ergänzt den Hasenlattich optisch durch ihr grasartiges Laub.
Der Purpur-Hasenlattich (Prenanthes purpurea) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimische Wildpflanze. Sein natürlicher Lebensraum sind kühle, frische Bergwälder und schattige Waldränder, wo er als ausdauerndes Kraut wächst. Eine morphologische Besonderheit ist sein Wuchs: Er erreicht eine Höhe von genau 0,79 m und bildet breitblättrige Blätter aus, die den Stängel teilweise umschließen. Die Blütenkörbe bestehen im Gegensatz zu vielen Verwandten nur aus wenigen Einzelblüten, was ihm sein charakteristisches, lockeres Aussehen verleiht.
3 Videos zu Purpur-Hasenlattich
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (CC BY 4.0) – Hervías-Parejo et al. 2023, Zenodo doi:10.5281/zenodo.7985884
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →