Bild folgtKI-generierte IllustrationPrimula auricula × hirsuta
An ihren dickfleischigen, oft leicht bemehlten Blättern und den leuchtenden Blüten lässt sich die Alpen-Aurikel-Hybride (Primula auricula × hirsuta) sofort erkennen. Als Kind der Berge bringt sie alpine Widerstandskraft in deinen Garten und besiedelt Nischen, die für viele andere Pflanzen zu karg sind. Da sie in Deutschland heimisch ist, unterstützt du mit ihr die regionale Artenvielfalt auf kleinstem Raum, insbesondere in Steingärten oder Alpinarien. Sie fungiert als wichtige Komponente in spezialisierten Lebensräumen, die extreme Standortbedingungen bieten. Hast du schon einen passenden Platz in deinem Steingarten für diese kleine, robuste Kostbarkeit reserviert?
Alpine Eleganz auf 11 Zentimetern: Ein robuster Spezialist für sonnige Kalkfelsen.
Die Alpen-Aurikel-Hybride ist eine Spezialistin für extreme Lebensräume. Mit ihren sehr leichten Samen, die ein Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von nur 0,2675 mg aufweisen, nutzt sie den Wind zur Fernausbreitung, um neue Felsspalten zu besiedeln. Ihre Blattfläche von 2711,0 mm² bietet trotz der geringen Wuchshöhe eine wichtige Bodenabdeckung in kargen Lagen. Da sie als Kaltzeiger (Temperaturwert 2) gilt, ist sie ein wesentlicher Bestandteil der alpinen Flora, der auch bei niedrigen Temperaturen stabil bleibt. Sie fördert die biologische Vielfalt, indem sie ökologische Nischen besetzt, die für die meisten Gartenpflanzen unbewohnbar sind.
Die Pflanze ist in allen Teilen, einschließlich Wurzeln, Blättern und Blüten, leicht giftig. Sie enthält Saponine und Primin, was bei Hautkontakt Reizungen und bei versehentlicher Einnahme Vergiftungen hervorrufen kann. Halte Kinder und Haustiere fern und kontaktiere im Notfall den Giftnotruf 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.114 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 10: Wähle den sonnigsten Platz im Garten; sie benötigt volle Sonne ohne Beschattung.
Bodenbeschaffenheit: Der Untergrund muss zwingend kalkhaltig und basisch sein (Reaktion 10), ideal ist eine Mischung mit hohem Anteil an Kalksplitt.
Ellenberg Nährstoffe 3: Setze sie in mageren Boden; ein zu hohes Nährstoffangebot schadet der Standfestigkeit.
Feuchtigkeit 6: Halte den Boden gleichmäßig frisch, also mäßig feucht, achte aber auf eine exzellente Drainage (Wasserabzug), um Staunässe zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Primel im Frühjahr (März-Mai) oder Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Beachte bei der Standortwahl ihre geringe Höhe von exakt 0.11 m, damit sie nicht überwachsen wird.
Gute Partnerin: Die Silberwurz (Dryas octopetala) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen kalkreichen, alpinen Standorte besiedelt.
Diese Pflanze ist eine natürliche Kreuzung innerhalb der Gattung der Primeln (Primula) und gehört zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Ihr natürlicher Lebensraum sind alpine Lagen in Deutschland, wo sie auf kalkhaltigem Untergrund in Felsspalten oder auf alpinen Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) vorkommt. Morphologisch besticht sie durch ihre Wuchsform als nicht verholzende, krautige Pflanze mit breitblättrigem Laub. Trotz ihrer zierlichen Erscheinung ist sie durch ihre Physiologie an extreme Kälte und eine sehr hohe Sonneneinstrahlung in Gebirgslagen perfekt angepasst.
1 Video zu Primula auricula × hirsuta
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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